Im Vordergrund zwei Hände, die Tassen mit der Aufschrift "Glühwein" halten und anstoßen. Im Hintergrund unscharf das Treiben eines Weihnachtsmarktes.

Die Inzidenzen steigen landesweit - im Werra-Meißner-Kreis ist man alarmiert. Kurzfristig einigten sich die Kommunen darauf, alle Weihnachtsmärkte abzusagen. Auch Seligenstadt zieht die Notbremse. Darmstadt und Gießen reagieren mit schärferen Regeln.

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hessenschau vom 18.11.2021
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Mit Freunden Glühwein trinken und Bratwurst essen am Weihnachtsmarkt-Stand - rund um Witzenhausen und Eschwege fällt das in diesem Jahr komplett aus. Als erster hessischer Landkreis hat der Werra-Meißner-Kreis aufgrund der angespannten Corona-Lage die Reißleine gezogen und gemeinsam mit seinen 16 Kommunen beschlossen, alle geplanten Weihnachtsmärkte abzusagen.

Damit soll die vierte Corona-Welle möglichst gebrochen werden, wie der Kreis mitteilte. Hintergrund ist: Die Sieben-Tage-Inzidenz im Werra-Meißner-Kreis hat sich innerhalb von 14 Tagen verdoppelt und liegt laut Zahlen des Robert-Koch-Instituts aktuell bei 214,9 (Stand Donnerstag).

Adventsmarkt in Seligenstadt fällt auch aus

Kreis und Kommunen appellieren außerdem dringend, auf alle weiteren größeren Veranstaltungen zu verzichten, ebenso auf größere Treffen im privaten Bereich. Ungeimpfte werden dazu aufgefordert, sich jetzt schnellstmöglich doch noch impfen zu lassen.

Wie die Kommunen in dem nordhessischen Landkreis ist man auch in Seligenstadt (Offenbach) alarmiert. Obwohl die Vorbereitungen für den Adventsmarkt, der ab dem 25. November stattfinden sollte, weit fortgeschritten waren, hat sich der Gewerbeverein in Abstimmung mit der Stadtverwaltung dazu entschieden, den Markt abzusagen. Auch die am 11. Dezember geplante Waldweihnacht mit Weihnachtsbaumverkauf fällt aus, wie die Stadt am Donnerstag mitteilte.

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Weihnachtsmärkte in Hessen 2021

Wo wann und mit welchen Corona-Regeln Weihnachtsmärkte in Hessen in diesem Jahr stattfinden - eine Auswahl von mehr als 20 Märkten im Überblick finden Sie hier.

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Schärfere Regeln in Gießen

Auch in Gießen haben Veranstalter und Behörden auf die Pandemie-Entwicklung reagiert und schärfere Regeln für den Weihnachtsmarkt festgelegt. So werden etwa die Öffnungszeiten verkürzt: Statt um 21 Uhr und am Wochenende um 22 Uhr müssen die Buden nun jeden Tag schon um 20 Uhr dicht machen.

Essen und Trinken ist nur noch in drei ausgewiesenen Zonen möglich, in denen die 2G-Regel gilt. Ansonsten gilt: Abstand halten und Maskenpflicht, wo es zu eng wird. Eröffnet wird der Markt wie vorgesehen am Donnerstag um 17 Uhr von Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz (SPD).

Auch Darmstadt justiert nach

Ebenfalls strenger geht es ab Freitag in Darmstadt zu. Der Weihnachtsmarkt dort läuft schon seit Montag, doch halten zu viele sich offenbar nicht an die Abstandsregeln, wie die Stadt festgestellt hat.

Deshalb wird der Friedensplatz nun eingezäunt und ab 17 Uhr gibt es Zugangskontrollen. Wenn es zu voll wird, wird der Platz zeitweise abgeriegelt. Außerdem gilt im gesamten Gastronomiebereich ab sofort Maskenpflicht, der Mundnasenschutz darf dort nur zum Verzehr an den Tischen abgenommen werden.

Krisentreffen mit der Kanzlerin

Mit Blick auf das Corona-Krisentreffen der Ministerpräsidenten der Länder mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag in Berlin ist damit zu rechnen, dass weitere Kommunen ihre Regeln für die Weihnachtsmärkte noch anpassen. Zu den offenen Fragen gehört etwa, ob es flächendeckende 2G-Regeln geben und ob ab bestimmten Schwellenwerten der Hospitalisierung eine 2G-plus-Regelung greifen sollte: Geimpfte und Genesene müssten dann zusätzlich einen Test vorweisen. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) will im Anschluss - voraussichtlich am frühen Abend - über die dort gefassten Beschlüsse in einer Pressekonferenz infomieren.

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Weihnachtsmarkt-Ausfälle in 2021

Einige Kommunen in Hessen haben wegen der andauernden Corona-Pandemie bereits im Vorfeld auch für dieses Jahr ihre Weihnachtsmärkte abgesagt. So fallen beispielsweise die Märkte in Rüdesheim (Rheingau-Taunus), Fritzlar (Schwalm-Eder), Kirchhain-Großseelheim (Marburg-Biedenkopf), Gelnhausen und die Bergweihnacht in Modautal-Neunkirchen (Darmstadt-Dieburg) aus.

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