Archivbild aus 2019: In der kommenden Woche könnte es am Großen Feldberg winterlich werden.

Der erste Glühwein ist getrunken, der Dezember rückt näher und das November-Grau lässt auf Abwechslung hoffen. Ab nächster Woche wird es dann für manche besser, für andere schlechter: Der erste Schnee könnte kommen.

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zum Video alle wetter! vom 17.11.2021

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Neblig, trüb, seit Tagen kein Sonnenschein: Der November taucht Hessen derzeit in ein tiefes Grau. Wer sich stattdessen nach einem vorweihnachtlichen Weiß sehnt, könnte ab Mitte kommender Woche beschenkt werden. Denn dann könnte es im aktuellen Spätherbst zum ersten Mal in Hessen schneien, wie hr-Meteorologe Tim Staeger am Donnerstag ankündigte.

"Die Wahrscheinlichkeit liegt etwa bei 50 Prozent, dass in Hessens höheren Lagen ein frühwinterliches Ambiente einkehrt." Ab Mittwoch oder Donnerstag könnte es auf der Wasserkuppe bei Poppenhausen (Fulda), dem Großen Feldberg bei Schmitten (Hochtaunus) und in Willingen (Waldeck-Frankenberg) soweit sein. Staeger erwartet dann eine wenige Zentimeter dicke Schneedecke, die sich auch mehrere Tage halten könnte.

Polarluft könnte nach Hessen kommen

Hoffnung auf dieses frühwinterliche Szenario mache die derzeitige Polarluft über der Arktis. Diese sei zwar noch weit entfernt von Hessen, es deute sich jedoch an, dass die Frostluft sich über Skandinavien in den Süden verlagere, erklärte Staeger auf Grundlage der Wettermodelle von Donnerstag. "Die Frage ist nur, ob es die Frostluft dann auch bis nach Hessen schafft oder nicht nur bis nach Ostdeutschland oder Polen."

Sollte die Luft ihren Weg nach Hessen bahnen, gebe es auch eine kleine Chance auf wenige Stunden Schnee in den tieferen Lagen. Dazu werde es zunehmend kälter, nachts müsse auch hessenweit mit Frost gerechnet werden.

Auf Südhessen komme ein Tiefstwert von minus 2 Grad und ein Höchstwert von 6 Grad zu, in Nordhessen reiche die Bandbreite von minus 4 Grad in der Nacht und 3 Grad am Tag. "Für Autofahrer und -Autofahrerinnen heißt das, spätestens dann Winterrreifen aufzuziehen", warnte der Wetterexperte.

Ab Montag mehr Sonnen-Momente

Bis Anfang kommender Woche bleibe es jedoch zunächst beim trüb-grauen Novemberwetter. Am Montag kämen dann neben dem Hochnebel auch wieder mehr "sonnige Lichtmomente" dazu, sagte Staeger. Es werde tendenziell wechselhafter, auch wenn die Wolken weiterhin deutlich überwögen. Vom novemberlichen Einheitsgrau könnten wir uns dann aber vorerst verabschieden.

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