Blick vom Osterkopf auf den Willinger Ortsteil Usseln
Blick vom Osterkopf auf den Willinger Ortsteil Usseln Bild © Werner Figge

Am Samstagmorgen hat es in vielen Teilen des Landes geschneit. Vor allem die Nord- und Osthessen wurden bis in die Niederungen von dicken Flocken überrascht. Doch die weiße Pracht währt nicht lange.

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Der ein oder andere Hesse dürfte sich am Samstagmorgen beim Blick aus dem Fenster verdutzt die Augen gerieben haben: Mancherorts schneite es wie im tiefsten Winter – und das im Mai. Betroffen waren vor allem der Norden und der Osten Hessens.

Unter anderem in Willingen (Waldeck-Frankenberg) und Lauterbach (Vogelsberg) fielen dicke Schneeflocken vom Himmel. Auch bei einer großangelegten Katastrophenschutzübung an der A5 in der Nähe von Bad Hersfeld, bei der ein schwerer Busunfall simuliert wurde, hatten die Einsatzkräfte mit Schneefall zu kämpfen.

Vereinzelt stürzten im Vogelsberg und im Landkreis Fulda Bäume unter der Schneelast um. Über Schäden wurde allerdings nichts bekannt.

Bei der Katastrophenübung am Hattenbacher Dreieck hatten die Einsatzkräfte mit dem Schnee zu kämpfen.
Bei der Katastrophenübung am Hattenbacher Dreieck hatten die Einsatzkräfte mit dem Schnee zu kämpfen. Bild © Ina Rumpf/hr

In Höhenlagen ab 400 Metern bildete sich sogar eine verhältnismäßig dichte Schneedecke, sagte hr-Wetterexperte Konstantin Krüger.

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Schuld an diesem so ganz und gar unfrühlingshaftem Wetter hat die Kaltfront "Werner", die aktuell über Hessen liegt. Ab Mittag sei der weiße Spuk dann aber auch schon wieder vorbei, denn dann zieht "Werner" von dannen. Von einem "echten Winter-Wunder im Mai" könne man also nicht sprechen, so Krüger.

Sehr kühl für Anfang Mai

Das heißt aber nicht, dass der Frühling zurückkehrt. Ganz im Gegenteil: Ab Samstagmittag strömt spürbar kältere Polarluft nach Hessen, die sehr wechselhaftes Wetter mit Sonne, Regen, Schneeregen, Graupelschauern und Gewittern bringt. Nur in den Höhenlagen ab 400 Metern schneit es noch, in den Gipfellagen von Rhön und Taunus hält sich die Schneedecke.

Mit 6 bis 11 Grad ist es am Samstag für Anfang Mai sehr kühl. Und das bleibt erst einmal auch so. In der Nacht zum Sonntag gibt es in Nordhessen bei klarem Himmel sogar Bodenfrost, die Tiefstwerte fallen auf bis zu -2 Grad.

Es bleibt kalt und ungemütlich

Der Sonntag beginnt zunächst freundlich, im Laufe des Tages stellen sich jedoch erneut Regen-, Schnee- und Graupelschauer ein. Mit 9 bis 11 Grad wird es nur unwesentlich milder als tags zuvor. Erst am Dienstag klettern die Temperaturen mit 10 bis 15 Grad wieder in einigermaßen frühlingshafte Regionen.