Die Unfallstelle auf der A3 bei Frankfurt-Süd

Auf der A3 bei Frankfurt sind mehrere Lastwagen aufeinandergekracht. Ein Fahrer kam ums Leben, ein weiterer wurde verletzt. Was sich ein Autofahrer im Rückstau leistete, schockte die Polizei.

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Unfallstelle auf der A3 bei Frankfurt mit mehreren aufeinandergefahrenen Lastwagen
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Am Freitag kam es gegen 8.15 Uhr auf der A3 zwischen Frankfurt-Süd und Offenbacher Kreuz zu einem schweren Unfall mit mehreren Lastwagen. Nach Angaben der Autobahnpolizei fuhr ein Lkw auf einen anderen auf. Zwei weitere Laster wurden in den Unfall verwickelt. "Wie genau, ist noch nicht klar", sagte ein Sprecher dem hr am Morgen.

Ein Toter, ein Verletzter

Der Fahrer eines Lastwagens kam bei dem Unfall ums Leben. Ein anderer Fahrer wurde in seinem Lkw eingeklemmt, Rettungskräfte befreiten ihn. Ein Rettungshubschrauber war im Einsatz. Einer der Lastwagen hatte Sojaöl geladen, das auf der Autobahn auslief. Einsatzkräfte waren dabei, das Öl zu binden.

Die Polizei sperrte die A3 in Richtung Würzburg hinter der Abfahrt Frankfurt-Süd komplett. Die Sperrung dauerte mehrere Stunden lang an. Der Verkehr staute sich schnell auf einer Länge von mehreren Kilometern. Am Mittag wurde eine Spur freigegeben, gegen 14 Uhr war der Stau noch immer sechs Kilometer lang.

Auto wendet in der Rettungsgasse

Die Polizei kritisierte Schaulustige auf der entgegengesetzten Fahrbahn. Ihretwegen stockte der Verkehr auch dort. Besonders krass fiel ein Autofahrer auf, der in der Rettungsgasse wendete und gegen die vorgeschriebene Fahrtrichtung von der Autobahn abfuhr. Rettungskräfte beobachteten dieses Verhalten, das ein Polizeisprecher als "im höchsten Maße gefährlich und auch moralisch verwerflich" bezeichnete. Die Polizei fahndet nun nach dem rücksichtslosen Fahrer.

Wer eine Rettungsgasse nicht beachtet oder blockiert, muss zwischen 200 und 280 Euro Bußgeld zahlen und mit einem Fahrverbot rechnen. Wie man eine Rettungsgasse korrekt bildet, steht hier.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau kompakt, 23.08.2019, 13 Uhr