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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Razzia wegen Falschgeld-Kaufs aus dem Darknet

Gefälschte Euro-Geldscheine unter einer Lupe.

Die Polizei ermittelt wegen Falschgeldbeschaffung im Darknet und wurde bei Verdächtigen vorstellig - auch in Hessen. Die Beamten fanden falsche 10- und 50-Euro-Scheine, Drogen, gefälschte Ausweise und Waffen.

In Hessen und acht weiteren Bundesländern haben die Behörden Wohnungen wegen des Verdachts der Falschgeldbeschaffung im Darknet durchsucht. Neben drei Aktionen in Frankfurt, einer im Landkreis Gießen und einer im Landkreis Limburg-Weilburg fanden vom vergangenen bis zu diesem Montag Durchsuchungen in Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein statt.

Bei den Durchsuchungen in Deutschland handelte es sich um eine gemeinsame Aktion der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität mit Sitz in Frankfurt und des Bundeskriminalamts. Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt am Montag mit, zu der die Zentralstelle gehört.

Insgesamt 20 Verdächtige

Zusätzlich wurden in Frankreich, Griechenland, Luxemburg, Irland, Österreich und Spanien Aktionen durchgeführt. Den Ermittlern zufolge stehen 20 Verdächtige im Alter von 15 bis 59 Jahren im Verdacht, auf illegalen Plattformen im Darknet Falschgeld erworben zu haben.

Die Verdächtigen sollen sich das Falschgeld zwischen Dezember 2018 und Juli 2019 beschafft haben. Dabei handelte es sich den Angaben zufolge um 50- und 10-Euro-Scheine. Hergestellt worden seien die Blüten in Portugal, fünf mutmaßliche Hersteller und Verkäufer seien bereits im Sommer festgenommen worden.

Noch keine Festnahmen

Die vom 9. bis 16. Dezember vorgenommenen Durchsuchungen dienten zum Auffinden von Beweisen, wie Oberstaatsanwalt Georg Ungefuk sagte. Unter anderem seien ungefähr 70.000 Euro Falschgeld, Computer, Betäubungsmittel und gefälschte Ausweise sichergestellt worden. Die Ermittler fanden auch verbotene Waffen und Munition. Festnahmen habe es nicht gegeben. Es wurden weitere Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Sendung: hr-iNFO, 16.12.2019, 11 Uhr

Hinweis: In einer früheren Version hieß es, die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität habe ihren Sitz in Gießen. Von dort ist sie allerdings im Juli 2019 nach Frankfurt umgezogen.