Gymnasium Riedberg
Das Gymnasium Riedberg musste am Montag wegen Kälte schließen. Bild © main-riedberg.de

Schule aus wegen Kälteschock: Schüler eines Frankfurter Gymnasiums haben am Montag frei bekommen. Die Raumtemperatur war auf null Grad abgekühlt. Alle Fenster hatten sich über Nacht automatisch geöffnet.

Am bitterkalten Montagmorgen standen die Schüler des Frankfurter Riedberggymnasiums vor einer ebenso kalten Schule: Die Gebäude in Passivhausbauweise hatten automatisch alle Fenster für die Nachtauskühlung geöffnet. Die Fenster ließen sich am Morgen per Hand nicht schließen, sagte Schulleiter Helmut Kühnberger dem hr. Das stundenlange Lüften bei Minustemperaturen führte zu Raumtemperaturen von etwa null Grad.

Wandertag statt Unterricht

Normalerweise setzt die Nachtkühlung im Sommer ein, wenn die Räume aufgeheizt sind. Weil nicht zu erwarten sei, dass die Räumlichkeiten am Montag noch auf eine "erträgliche Arbeitstemperatur" geheizt werden können, beschloss die Schule, alle Schüler ab der 7. Klasse nach Hause zu schicken. Die Eltern wurden via Mail informiert. Insgesamt besuchen 1.400 Schüler das Gymnasium.

Kinder der 5. und 6. Klasse wurden zunächst in der Aula betreut, dort blieben die Fenster geschlossen, sagte Kühnberger. Schließlich entschloss sich die Schule zu einem spontanen Wandertag im Park für die jüngeren Schüler. "So können die Schüler wenigstens die Sonne genießen", sagte Kühnberger dem hr.

Erst am Nachmittag konnte ein Techniker den Schaden beheben. Der Unterricht werde am Dienstag wie gewohnt stattfinden, teilte die Schule mit.