Die Polizei hat in Eschborn einen Mann festgenommen, der zu einer Bande von Geldautomatensprengern gehören soll. Der 41-Jährige wird verdächtigt, hochexplosive Gas-Sprengsätze vorbereitet zu haben.

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Geldautomaten gesprengt - Mann in Eschborn festgenommen

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Der Verdächtige soll an zwei Geldautomatensprengungen vor rund drei Jahren in Friedberg und Schlüchtern (Main-Kinzig) beteiligt gewesen sein. Wie die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt und das hessische Landeskriminalamt (LKA) am Freitag gemeinsam mitteilten, wurde er wegen des Verdachts des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion, des schweren Bandendiebstahls und der Sachbeschädigung bereits am Dienstag in seiner Wohnung in Eschborn (Main-Taunus) festgenommen.

Bargeld in sechsstelliger Höhe erbeutet

Der 41-Jährige soll Mitglied einer Bande aus dem Rhein-Main-Gebiet sein, die sich auf Sprengungen von Geldautomaten spezialisiert haben soll. Für die beiden Automatensprengungen jeweils im Mai 2019 soll er hochexplosive Gas-Sprengsätze vorbereitet haben.

In Schlüchtern sei es den Tätern gelungen, Bargeld in Höhe von mehr als 230.000 Euro zu erbeuten. Der entstandene Schaden bei beiden Taten betrug insgesamt mehr als 70.000 Euro.

Drei weitere Mitglieder der Bande, die ebenfalls an den Sprengungen in Friedberg und Schlüchtern beteiligt gewesen sein sollen, waren bereits vom Landgericht Gießen im April und Juni vergangenen Jahres zu Haftstrafen verurteilt worden. Gegen den 41-Jährigen aus Eschborn ordnete ein Haftrichter vom Amtsgericht Offenbach Untersuchungshaft an.

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Geldautomatensprengungen in Hessen

Im vergangenen Jahr ist den Angaben zufolge die Zahl der Geldautomatensprengungen in Hessen von 30 auf 56 gestiegen. In 27 Fällen konnten die Täter Bargeld aus den Geldautomaten entwenden, insgesamt mehr als 2,5 Millionen Euro. Der entstandene Sachschaden wird auf insgesamt 2,6 Millionen Euro geschätzt.

Von den 30 Sprengungen im Jahr 2020 blieb es in 24 Fällen bei einem Versuch. In diesem Jahr kam es in Hessen bisher zu 13 Sprengungen von Geldautomaten.

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