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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Offenbacher Feuerwehrmänner sollen Brände selbst gelegt haben

Ein Tanklaster auf der Autobahn in Flammen

Die Polizei hat zwei junge Feuerwehrleute aus dem Offenbacher Stadtteil Rumpenheim festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen für eine Reihe von Bränden verantwortlich zu sein. Dabei wurden auch Menschen verletzt.

Zwei Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Rumpenheim stehen unter Verdacht, für mehrere Brände im Bereich Offenbach verantwortlich zu sein. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, wurden die beiden 20 und 21 Jahre alten Männer bereits am vergangenen Donnerstag festgenommen.

Sachschaden im mittleren sechsstelligen Bereich

Die beiden Männer sollen nach Ansicht der Ermittler unter anderem für den Brand in einem Mehrfamilienhaus im Offenbacher Stadtteil Bürgel in der Nacht auf den 31. Oktober verantwortlich sein. Durch das Feuer, das im Keller des Gebäudes ausbrach, waren vier Bewohner leicht verletzt worden. Der Tatvorwurf lautet auf besonders schwere Brandstiftung in Tateinheit mit versuchtem Mord.

Zudem werden sie verdächtigt, im August und September vier Gartenhütten, ein leerstehendes Mehrfamilienhaus sowie einen Holzzaun im Stadtgebiet Offenbach in Brand gesteckt zu haben. Ob sie auch für weitere Gartenhüttenbrände verantwortlich sind, ist Gegenstand anhaltender Ermittlungen. Der ihnen zugeschriebene Sachschaden bewegt sich nach Polizeiangaben im mittleren sechsstelligen Bereich.

Bei Brandstiftung beobachtet

Ermittler von Polizei und Feuerwehr waren bereits seit Längerem dem Verdacht nachgegangen, dass Brandstifter aus den Reihen der Feuerwehr in Offenbach am Werk sind. Beim Brand des Mehrfamilienhauses vergangene Woche, wurden die beiden Tatverdächtige beobachtet und am Nachmittag festgenommen. Sie befinden sich nach wie vor in Untersuchungshaft.

Sendung: hr4, 05.11.2019, 17.00 Uhr