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Audioseite Tatverdächtiger in Wolfhagen festgenommen

Der Tatort: Ein Feldweg am Rand von Wolfhagen.

Nach zwei Gewalttaten in Wolfhagen bei Kassel hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Entwarnung gibt es damit aber noch nicht.

Polizisten haben am Samstagnachmittag einen Mann geschnappt, der am Donnerstag einen anderen Mann bei Wolfhagen (Kassel) mit einem Messer verletzt haben soll. Zeugenaussagen hätten die Beamten auf die Spur des 25-Jährigen geführt. Er sei gegen 16.15 Uhr im Stadtteil Wenigenhasungen festgenommen worden. Der Verdächtige habe keinen Widerstand geleistet und sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft.

Der Mann soll in einem Feld am Rand von Wolfhagen auf einen 29 Jahre alten Mann eingestochen haben. Dieser kam ins Krankenhaus. Vorangegangen war nach ersten Ermittlungen ein Streit. Anwohner wurden durch Hilferufe auf den verletzten Mann aufmerksam und sahen den mutmaßlichen Täter noch weglaufen. Die Polizei fahndete mit mehreren Streifenwagen und einem Hubschrauber.

Der Verdächtige war durch die Auswertung von Beweismitteln, Vernehmungen und Zeugenhinweise in den Fokus der Ermittler geraten. Tatmotiv und der genaue Hintergrund der Auseinandersetzung sind bislang ungeklärt. Bisherigen Erkenntnissen zufolge kennen sich Opfer und Tatverdächtiger.

Zweiter Täter noch auf der Flucht

Einen Tag zuvor hatte sich in Wolfhagen bereits eine andere Gewalttat ereignet. Auch hierbei wurde ein Mann mit einem Messer schwer verletzt. Ein Angehöriger fand den 39-Jährigen in der Nacht zum Mittwoch in seinem Haus im Ortsteil Viesebeck. Er schwebt inzwischen nicht mehr in Lebensgefahr.

Der unbekannte Täter befindet sich offenbar noch auf der Flucht. Ein Zusammenhang zwischen den beiden Taten bestehe nach bisherigem Ermittlungsstand nicht, sagte eine Polizeisprecherin der HNA. Das lassen auch die Zeugenaussagen vermuten. Demnach soll einer der Täter etwa zwischen 25 und 35 Jahre alt gewesen sein, der andere zwischen 30 und 50. Die Polizei richtete eine Sonderkommission ein. Die Hintergründe beider Taten sind weiterhin unklar.

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