Haus in Gründau-Breitenborn, wo es gebrannt hat

Ein Haus abgebrannt, der Bewohner tot: Das Unglück in Gründau-Breitenborn wirft noch immer Fragen auf. Hinweise auf ein Verbrechen können die Ermittler entgegen anderslautender Spekulationen aber nicht erkennen.

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hsk
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Um kurz nach 4 Uhr in der Nacht zum Mittwoch war die Feuerwehr in den Gründauer Stadtteil Breitenborn (Main-Kinzig) zum Brand eines Wohnhauses gerufen worden. Das Haus stand beim Eintreffen der Einsatzkräfte bereits vollständig in Flammen, wie die Polizei meldete. Drinnen fanden die Einsatzkräfte die Leiche eines Mannes. Bei dem Toten handele es sich vermutlich um den 30 Jahre alten Bewohner.

Keine Spuren von Gewalt

Auf Spekulationen, hinter dem Fall könne ein Verbrechen stecken, antwortete die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit einer kurzen, nüchternen Stellungnahme: Ermittler von Kriminalpolizei und Landeskriminalamt schließen demnach nicht nur einen technischen Defekt als Brandursache aus, sondern auch eine vorsätzliche Brandstiftung. Die Obduktion habe außerdem "keinen Anhalt für eine Gewalteinwirkung durch Dritte" ergeben.

Unter Berufung auf eine Ermittlerin hatte die Bild-Zeitung zuvor berichtet, die Leiche weise am Kopf Verletzungen auf, die sich nicht durch das Feuer erklären ließen. Möglicherweise habe jemand mit dem Brand eine Gewalttat vertuschen wollen.

Gewissheit hat die Polizei in der Frage der Brandursache aber noch nicht. Auch die Ermittlungen über die Identität des Toten laufen den Angaben zufolge nach der Obduktion weiter. Ein Sprecher der Feuerwehr hatte dem hr gesagt, die verkohlte Leiche habe vor einem Bett gelegen.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau kompakt, 28.08.2019, 13 Uhr