Luftaufnahme von einem verbrannten Teil des Seulingswalds bei Ludwigsau (Hersfeld-Rotenburg).
Luftaufnahme von einem verbrannten Teil des Seulingswalds bei Ludwigsau (Hersfeld-Rotenburg). Bild © picture-alliance/dpa

Nach dem langen Kampf gegen den Brand im Seulingswald hat die Feuerwehr ihren Einsatz beendet. Bis Samstagmittag sollen Brandwachen verhindern, dass die Flammen erneut auflodern.

Nach einem Brand im Seulingswald in Ludwigsau (Hersfeld-Rotenburg) hat die Feuerwehr am Freitagnachmittag ihren Einsatz beendet. "Gestern war Großkampftag, das ist jetzt durch", sagte Dirk Herrmann, Sprecher des Landkreises Hersfeld-Rotenburg. Die Lage vor Ort habe sich auch dank des Regens deutlich entspannt.

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Obwohl keine glimmenden Stellen mehr gefunden wurden, werde Hessen Forst sicherheitshalber bis Samstagmittag im Seulingswald noch Brandwachen aufstellen.

Das Feuer war nach einem Gewitter in der Nacht zum Donnerstag ausgebrochen. "Wir gehen davon aus, dass ein Blitz in den Wald eingeschlagen hat und das Feuer verursacht hat", teilte die Polizei mit. Betroffen war eine Fläche von rund 60.000 Quadratmetern. Das entspricht rund acht Fußballfeldern. Zeitweise waren 400 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Rotem Kreuz, Polizei und Hessen Forst im Einsatz. Sie bekämpften den Brand aus mehreren Richtungen.

Feuerwehr: Feuer teils wieder aufgeflammt

David Emers von der Feuerwehr Ronshausen sagte dem hr am Freitagmorgen, die Nacht sei ruhig verlaufen, an manchen Stellen sei das Feuer noch mal aufgeflammt und habe entsprechend gelöscht werden müssen. Die Bäume, die umzufallen drohten, seien bereits am Donnerstag beseitigt worden. Die Einsatzkräfte suchten noch mit Wärmebildkameras nach heißen Stellen im Boden, die sie dann umgraben.

Drei Feuerwehrleute verletzt

Brand Seulingswald
Flammen im Seulingswald in Osthessen. Bild © LK HEF-ROF

Die Löscharbeiten am Donnerstag gestalteten sich nach Angaben des Landkreises schwierig. Der Brandherd lag tief im Wald. Einsatzkräfte hatten mit umstürzenden Bäumen zu kämpfen. Außerdem gab es demnach Probleme mit der Wasserversorgung. Zur Sicherheit wurden zwei Löschhubschrauber angefordert. Sie standen aber nur zur Bereitschaft.

400 Einsatzkräfte waren an den Löscharbeiten beteiligt. Drei von ihnen kamen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus. Nach Angaben der Behörden sind sie inzwischen aber wieder zu Hause.

Zweithöchste Waldbrand-Gefahrenstufe

Wegen Waldbränden ist die Feuerwehr in Hessen seit dem vergangenen Wochenende zu zahlreichen Einsätzen ausgerückt. Im Bergwerkswald bei Linden (Gießen) brannte es am Mittwoch auf einer Fläche von rund 6.000 Quadratmetern. In Breuberg im Odenwald musste die Feuerwehr seit Ostermontag drei Feuer löschen. Zuletzt brannte es am Mittwoch auf gut 300 Quadratmetern zwischen Wald-Amorbach und Hainstadt. Hier ermittelt die Polizei wegen möglicher Brandstiftung.

Das Feuer hinterlässt im Bergwerkswald eine große Lücke.
Das Feuer hinterlässt im Bergwerkswald eine große Lücke. Bild © Feuerwehr Gießen

Am Karsamstag brannten in Hanau-Großauheim rund 5.000 Quadratmeter Kiefernwald nieder. Dort ist die Ursache noch unklar.

Zuletzt galt nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) die zweithöchste Waldbrand-Gefahrenstufe in Teilen des Rhein-Main-Gebiets sowie in Süd- und Mittelhessen. Mit dem kühleren Wetter in den kommenden Tagen soll auch das Risiko für Waldbrände zurückgehen.

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