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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Entwarnung nach Gasaustritt in Wiesbaden

Die Feuerwehr brennt das Gas mithilfe einer Spezialfirma kontrolliert ab.

In der Nähe des Wiesbadener Hauptbahnhofs ist wegen der großen Hitze am Montag brennbares Gas aus einem Erdtank ausgetreten. Wegen der Explosionsgefahr wurden umliegende Häuser evakuiert. Am Abend gab die Feuerwehr Entwarnung.

Nach dem Gasaustritt in der Nähe des Wiesbadener Hauptbahnhofs hat die Feuerwehr Entwarnung gegeben. Es bestehe keine Explosionsgefahr mehr. Die Anwohner dürften nach und nach in ihre Häuser zurück, sagte ein Sprecher dem hr. Auch die zuvor gesperrten Straßen wurden gegen 20.30 Uhr wieder freigegeben.

Die Gefahr einer Explosion (Flüssiggastank) in #Wiesbaden besteht nicht mehr, die Straßensperrungen wurden - bis auf die Wittelsbacher Straße - aufgehoben. Näheres kann der Pressemeldung der @FeuerwehrWI entnommen werden 👉🏼 https://t.co/qEjzq6iUrV

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Nach Angaben der Feuerwehr war das brennbare Gas seit dem Nachmittag aus einem Erdtank ausgetreten. Dieser befindet sich am Gelände des Statistischen Bundesamts auf dem Gustav-Stresemann-Ring in der Nähe des Wiesbadener Hauptbahnhofs. Laut Polizei bestand Explosionsgefahr.

Durch Hitze erwärmt

Bei dem ausgetretenen Gas handelte es sich nach Angaben der Feuerwehr um Flüssiggas, das beispielsweise in Heizungen verwendet wird. Der Tank habe sich durch die starke Sonneneinstrahlung erwärmt, was zu einem Druckanstieg im Inneren geführt habe.

Das Gas sei automatisch durch das Überdruckventil entwichen. Im Lauf des Einsatzes habe sich herausgestellt, dass aus einer Fernwärmeleitung warmes Wasser ausgetreten sei, was ebenfalls zur erhöhten Temperatur beigetragen habe.

Umliegende Häuser evakuiert

Die Feuerwehr legte den Tank frei und kühlte ihn herunter. Dadurch habe sich der Druckanstieg verlangsamt. Spezialisten brannten das Gas kontrolliert mit einer Fackel ab. Dabei entstand eine acht Meter hohe Flamme. Gegen 20.30 Uhr gab die Feuerwehr Entwarnung: Der Druck im Tank habe sich wieder normalisiert.

Ein Umkreis von 500 Metern war am Nachmittag zur Gefahrenzone erklärt worden. Häuser in unmittelbarer Nähe des Tanks wurden evakuiert. Nach derzeitigen Erkenntnissen gebe es keine Verletzten.

Während des Einsatzes empfahl die Feuerwehr, das Gebiet um den Bahnhof weiträumig zu umfahren. Bewohner des Gefahrenbereichs waren angehalten, im Gebäude zu bleiben, alle Fenster und Türen geschlossen zu halten und Lüftungen sowie Klimaanlagen abzuschalten. Außerdem wurde davor gewarnt, brennende Zigaretten wegzuwerfen oder Streichhölzer anzuzünden.

Sendung: hr1, 10.8.2020, 23 Uhr