Brennender Baum

Die Feuerwehr hat den Großbrand bei Dillenburg mittlerweile unter Kontrolle. Insgesamt brannten 33 Hektar Wald. Rund 1.000 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

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Feuerwehr muss Glutnester bei Dillenburg löschen

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Die Feuerwehr hat die beiden Waldbrände bei Dillenburg (Lahn-Dill) inzwischen unter Kontrolle, wie eine Sprecherin des Landkreises am Sonntag mitteilte. Die Einsatzkräfte seien nun damit beschäftigt, etwaige Glutnester zu löschen. Insgesamt 33 Hektar - also 330.000 Quadratmeter - waren vom Feuer betroffen.

Teils habe es sich um schwer zugängliches Gelände gehandelt. An manchen Stellen sei das Betreten des Waldes aus sicherheitstechnischen Gründen für die Feuerwehrkräfte nicht möglich gewesen. Zwei Lösch-Hubschrauber kamen deshalb zum Einsatz. "Eine Brandbekämpfung kann in diesem Bereich aktuell ausschließlich durch Luftunterstützung erfolgen", teilte die Bundespolizei am Sonntag mit.

Einsatz auch noch am Montag

Der Einsatz sollte laut Feuerwehr auch am Montag tagsüber noch andauern. Wichtig sei, dass es möglichst windstill bleibe. Starker Wind hatte am Samstag die Löscharbeiten erschwert, es bildeten sich immer neue Glutnester.

In einem Fall drohten die Flammen wegen starker Hanglage auf Wohnhäuser zuzulaufen, das konnte aber verhindert werden, wie die Sprecherin sagte. In der Spitze seien am Samstag rund 1.000 Feuerwehrleute aus dem gesamten Umkreis im Einsatz gewesen. Mehrere Einsatzkräfte wurden leicht verletzt.

Erster Brand bereits am Freitag

Ein erster Brand war am Freitagabend ausgebrochen und konnte bereits am Samstagvormittag unter Kontrolle gebracht werden. Die Feuerwehrleute seien auf unwegsamem Gelände im Einsatz, hieß es. "Inmitten des Abschnittes sind so viele Bäume, dass wir dort gar keine Einsatzkräfte hineinkriegen, um zu löschen", sagte Kreisbrandinspektor Harald Stürtz. Der Landesbetrieb Hessenforst habe Schneisen in den Wald geschlagen, um dem Feuer den Weg abzuschneiden.

Die Feuerwehr warnte bereits den ganzen Freitagabend über vor einer starken Rauchentwicklung. Das Feuer breitete sich rasant aus: Zunächst hatte die Polizei nur von einem Brand auf 1.000 Quadratmetern gesprochen.

Feuerwehrkräfte mit Schläuchen im Wald

Nach Informationen der hr-Verkehrsredaktion kam es wegen des Waldbrandes am "Windpark Harzkopf" zu starken Sichtbehinderungen unter anderem auf der A45. Die Kreisstraße 48, die Frohnhausen mit Haiger-Oberroßbach verbindet und direkt durch das Waldgebiet führt, musste für die Einsatzkräfte vollgesperrt werden. Menschen, die in der Nähe des Feuers wohnen, sollten ihre Fenster und Türen geschlossen halten sowie Lüftungsgeräte ausschalten.

Ein Hubschrauber bringt Wasser, um einen Brand bei Haiger-Niederroßbach zu löschen.

Der dichte Rauch sorgte in Mittelhessen für Aufsehen, viele Menschen hatten die Leitstelle alarmiert. Aus mehreren Orten teilten Augenzeugen Fotos in den sozialen Netzwerken. Landwirte aus der Region fuhren mit Wasserwagen in die Nähe der Feuerstelle, um die Einsatzkräfte zu unterstützen.

Windkraft-Anlagen in unmittelbarer Nähe zum Brand

Der Hang, an dem das Feuer mutmaßlich ausbrach, gehört zu einem südlichen Ausläufer des Rothaargebirges. Dort, in Nähe zu einem Windpark, stand der Wald in Flammen. Der Windpark besteht aus insgesamt sechs Windrädern, die nach Angaben des Betreibers Energie für 8.000 Haushalte erzeugen kann. Der Strom wurde nach Angaben des Kreisbrandinspektors vorsichtshalber abgeschaltet. Die waldige Gegend wird für Wanderungen und Mountainbike-Touren genutzt und ist ein beliebtes Ausflugsziel.

Am Samstag entdeckte die Besatzung eines Löschhubschraubers bei Dillenburg einen zweiten Brand auf etwa 1.000 Quadratmetern. Am Sonntagmorgen rückten Löschzüge aus Marburg und dem Vogelsbergkreis ins Brandgebiet an, um dort auszuhelfen.

Rauchsäule über Waldgebiet

Auch im südhessischen Münster (Darmstadt-Dieburg) kämpften die Feuerwehrleute am Wochenende gegen einen Waldbrand. Am Samstag war in der Nähe der ehemaligen Munitionsanstalt (Muna) ein Waldstück in Brand geraten. Nach Schätzungen der Feuerwehr waren rund 20 Hektar Wald betroffen.

Waldbrand im Taunus bei Königstein

Zuletzt hatte es am Donnerstag an einem Hang bei Königstein (Hochtaunus) gebrannt. Dort stand oberhalb der Burg Falkenstein ein Waldstück in Flammen. Das Feuer breitete sich auf sechs Hektar aus, erst am späten Donnerstagabend konnte es gelöscht werden, wie die Feuerwehr am Freitagmorgen mitteilte.

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