Stau auf A5 nach einem Unfall bei Friedberg

Auf der A5 hat es nach einem Unfall mit mehreren Fahrzeugen eine Vollsperrung und kilometerlangen Stau gegeben. Weil die Rettungsgasse zu eng war, musste die Feuerwehr als "Geisterfahrer" zur Unfallstelle.

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Feuerwehrfahrzeuge fahren auf einer Autobahn durch eine enge Rettungsgasse zu einer Unfallstelle.
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Nach einem Unfall, an dem nicht weniger als sieben Autos beteiligt gewesen sein sollen, ist die A5 in Richtung Frankfurt zwischen Butzbach (Wetterau) und Friedberg noch immer teilweise gesperrt. Zwar sind mittlerweile der rechte und der mittlere Fahrstreifen wieder für den Verkehr freigegeben, dennoch kommt es nach wie vor zu kilometerlangen Rückstaus. Zeitweise stauten sich die Autos am Dienstagmorgen auf 14 Kilometern.

Fehlende Rettungsgasse - Feuerwehr widerspricht Polizei

Die A5 hatte in Richtung Frankfurt zeitweise komplett gesperrt werden müssen. Nach Darstellung der Polizei war es um kurz vor 7 Uhr in einem Baustellenbereich zum Zusammenstoß zwischen den Fahrzeugen gekommen. Dabei wurde eine Frau leicht verletzt. Eines der beteiligten Autos ging in Flammen auf und brannte vollständig aus. Details zum Unfallhergang konnten zunächst nicht gemacht werden.

Nach Angaben der Polizei wurden die Lösch- und Bergungsarbeiten zusätzlich behindert, weil nachfolgende Autofahrer keine Rettungsgasse für die Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr und Polizei freigelassen hatten. Ein Feuerwehrwagen habe den Unfallort nur über die Gegenfahrbahn als "Geisterfahrer" erreichen können.

Ein Sprecher der Feuerwehr Bad Nauheim hingegen erklärte im Gespräch mit dem hr, dass den Autofahrern kein Vorwurf zu machen sei. Durch die Baustelle sei die Fahrbahn insgesamt so eingeengt gewesen, dass es nicht möglich gewesen sei, eine ausreichend breite Rettungsgasse zu bilden.

Eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Mittelhessen hingegen sagte, dass nach Einschätzung der Polizisten vor Ort durchaus ausreichend Platz für eine Rettungsgasse vorhanden gewesen wäre.

Straßenbelag muss ausgebessert werden

Durch den Brand eines der Unfallfahrzeuge sei die linke Fahrspur in Mitleidenschaft gezogen worden, erklärte eine Polizeisprecherin. Sie soll in der Nacht zum Mittwoch repariert werden und blieb zunächst gesperrt. Autofahrer mussten daher den ganzen Tag über zwischen Bad Nauheim und Friedberg mit Behinderungen rechnen.

Die Polizei leitete den Verkehr in Richtung Süden während der Vollsperrung großräumig über das Gambacher Kreuz und die A 45 nach Hanau um.