Einsatzkräfte graben das Pferd mit bloßen Händen aus.
Einsatzkräfte graben das Pferd mit bloßen Händen aus. Bild © KeutzTV-News

Eine Geschichte wie aus einem schlechten Hollywood-Drehbuch: Ein Pferd namens "Ocean" versinkt am Ufer eines Sees im Morast und kann sich nicht mehr befreien. Bei der Rettungsaktion stoßen die Helfer plötzlich auf heißes Diebesgut.

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Pferd versinkt in Teich

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Ein Reitausflug in herrlicher Februarsonne endete am Samstag für eine Reiterin und ihr Pferd in einer misslichen Lage. Das 20 Jahre alte Tier versank am Ufer eines Teiches zwischen Eppertshausen und Messel (beide Darmstadt-Dieburg) im Schlamm und musste von der Feuerwehr befreit werden. Doch nicht genug der Dramatik: Beim Graben im Morast fanden die Retter rein zufällig mehrere Waffen samt Munition, die aus einem Diebstahl stammen. Das bestätigte ein Sprecher der Polizei dem hr.

Schlamm-Tümpel von Laub bedeckt

Die Reiterin wollte ihr Pferd "Ocean" zum Trinken ans Wasser des Sees "Alter Steinbruch" führen. Dabei stapfte das Tier in einen Schlamm-Tümpel am Uferbereich, der unter einer Laubdecke verborgen war. Da das etwa 400 Kilogramm schwere Pferd bei jedem Versuch, sich zu befreien, tiefer versank, alarmierte die 26 Jahre alte Besitzerin die Feuerwehr.

Aufgrund der Lage und des Untergrunds konnten die Einsatzkräfte nicht auf einen Kran oder ähnlich schweres Gerät zurückgreifen und mussten den eingesunkenen Vierbeiner letztlich mit Schaufeln und bloßen Händen ausgraben.

Feuerwehrmann hält plötzlich Gewehr in der Hand

Bei dieser Tätigkeit hielt einer der Feuerwehrmänner plötzlich ein Gewehr in der Hand. Die hinzugerufene Polizei untersuchte daraufhin die Stelle und fand zwei weitere Gewehre und jede Menge Munition aus. Anhand der Seriennummern konnten die Beamten die Waffen zuordnen. "Die Waffen stammen aus einem Einbruch aus diesem Jahr", sagte ein Polizeisprecher. Eine bei dem Diebstahl ebenfalls entwendete Pistole wurde bislang noch nicht gefunden.

Eines der gestohlenen Gewehre samt Munition
Eines der gestohlenen Gewehre samt Munition Bild © KeutzTV-News

Das sichtlich erschöpfte Pferd konnte nach etwa 90 Minuten Arbeit befreit werden und ist nach ersten Untersuchungen wohlauf. Von der Besitzerin gibt's für "Ocean" nach dem Schock und der Aufregung auf jeden Fall eine Extraportion Futter. Die Polizei erhofft sich unterdessen von den gefundenen Waffen Rückschlüsse auf die Diebe ziehen zu können.