Polizisten im Einkaufszentrum MyZeil in Frankfurt, vor dem ein Flashmob tobte
Polizisten im Einkaufszentrum MyZeil in Frankfurt, vor dem am Samstagnachmittag ein Flashmob tobte. Bild © Paula Deme/twitter.com

Bei einem aus dem Ruder gelaufenem Flashmob an der Frankfurter Einkaufsstraße Zeil haben Jugendliche Polizisten mit Steinen beworfen und zwei Beamte leicht verletzt.

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Etwa 600 junge Leute versammelten sich am Samstag gegen 18 Uhr auf der Zeil in der Frankfurter Innenstadt und rannten die Einkaufsmeile auf und ab, wie die Polizei mitteilte. Da sie keine Rücksicht auf Passanten nahmen, rückte die Polizei an und erteilte dem 21-jährigen Veranstalter des Flashmobs einen Platzverweis.

Ein Polizist erhielt daraufhin aus der Menge heraus einen Faustschlag ins Gesicht. Er wurde leicht verletzt. Der mutmaßliche Angreifer - ein 17-Jähriger - wurde festgenommen. Weil er sich wehrte, drückten Polizisten ihn zu Boden und verletzten ihn dabei leicht. Er wurde vor Ort von einem Notarzt behandelt.

Kein Zusammenhang mit Großdemos

Als Reaktion darauf warfen Teilnehmer des Flashmobs aus der Menge heraus Steine auf die Polizisten und trafen drei Beamte, einen davon am Kopf. Einer von ihnen wurde dabei leicht verletzt.

Zwei Stunden später löste sich der Flashmob auf. Nach Erkenntnissen der Polizei stand er in keinem Zusammenhang mit den großen Demonstrationen, die am Samstagnachmittag durch Frankfurt zogen. Die Polizei geht von "einer Aktion zweier Youtuber und ihrer Fans" aus, wie sie auf Twitter mitteilte. Geprüft wird, ob die Verantwortlichen für die Kosten des Einsatzes aufkommen müssen.

@jlitb @PeterBelo7 Es ging um eine Aktion zweier Youtuber und deren Fans. *kk

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Ob es sich dabei um die beiden Youtuber handelt, deren Streit am Donnerstag auf dem Berliner Alexanderplatz zu einer Massenschlägerei geführt hatte, konnte eine Polizeisprecherin am Sonntag nicht sagen. Ein Flashmob ist ein per Internet organisiertes Treffen zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort, bei dem sich meist nicht alle Teilnehmer persönlich kennen.