Die Karte zeigt den Bereich der Evakuierung während der Bombenentschärfung.

Rund 2.700 Menschen müssen Wohnungen verlassen, Busse und Bahnen machen Halt: Die Entschärfung einer 500 Kilo schweren Bombe auf dem Messegelände betrifft am Freitag viele Frankfurter.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Bombe wird am Freitag entschärft

Auf diesem Messegelände in Frankfurt wurde eine Weltkriegsbombe entdeckt.
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Im Bereich der Messehalle 5 im Frankfurter Stadtteil Gallus sind Bauarbeiter auf eine Weltkriegsbombe gestoßen. Dabei handelt es sich um eine amerikanische 500-Kilo-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg, wie die Frankfurter Feuerwehr am Mittwoch mitteilte. Die Bombe sei gesichert und befinde sich in einer stabilen Lage. Der Bereich um die Messehalle wurde abgesperrt.

Detailinformationen zur geplanten #Entschärfung der #Weltkriegsbombe auf dem Gelände der #Messe #Frankfurt am kommenden Freitag, 05.06.2020 https://t.co/be0mfOdbus ^am

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Die Bombe soll nach Angaben der Frankfurter Feuerwehr am Freitag entschärft werden. Welche Bereiche dafür gesperrt werden müssen, zeigt diese Karte der Frankfurter Feuerwehr:

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Die interaktive Karte der Feuerwehr Frankfurt zeigt den Evakuierungsbereich rund um den Fundort der Bombe.
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Von der Evakuierung seien etwa 2.700 Personen betroffen. Menschen innerhalb der angezeigten Zone sollen demnach ihre Wohnung am Freitagmorgen bis 9 Uhr verlassen. Über die Dauer der Entschärfung gibt es noch keine Angaben. Das Ende der Sperrungen sei jedoch voraussichtlich bis 18 Uhr zu erwarten.

Betreuungsstation in Messehalle 11

Am Morgen der Evakuierung wird demnach ab 8 Uhr für die von der Evakuierung betroffenen Menschen eine Betreuungsstelle in der Messehalle 11 eingerichtet. Die Feuerwehr weist darauf hin, aus Sicherheitsgründen zur Vermeidung von Corona-Infektionen Mund-Nasen-Bedeckungen zu tragen und die Abstandsregeln einzuhalten. Zur Nachverfolgung möglicher Infektionsketten werde man auch die Kontaktdaten aller Anwesenden aufnehmen müssen.

Wer hilfsbedürftig oder bettlägerig ist, wird gebeten, sich bis Donnerstag, 18 Uhr, über das Bürgertelefon für einen Transport durch die Rettungsdienste zu anzumelden. Die Anmeldung kann online auf der Internetseite der Frankfurter Feuerwehr erfolgen. Betroffene sollen dann zu Betreuungsstellen und geeigneten Einrichtungen gebracht werden. Einrichtungen wie Pflegeheime oder Krankenhäuser befinden sich nach Angaben der Feuerwehr nicht im Evakuierungsbereich.

Einschränkungen auch im ÖPNV

Auch der Nahverkehr ist betroffen. Ab 8.30 Uhr werden laut Mitteilung in dem betroffenen Evakuierungsbereich keine U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse mehr fahren. Der S-Bahnbetrieb soll mit Ausnahme der S-Bahnstation Messe bis 10.30 Uhr weiter stattfinden können. Die S-Bahn-Station Messe wird jedoch ab 8.30 Uhr nicht mehr angefahren. Über Ausfälle, Fahrplanänderungen und Sperrungen informieren die jeweiligen Verkehrsbetriebe zeitnah auf ihren eigenen Kanälen.

Weitere Informationen

Bürgertelefon

Ein Bürgertelefon der Feuerwehr Frankfurt ist unter der Rufnummer 069/212-111 zu folgenden Zeiten erreichbar: Donnerstag, 4. Juni 2020, von 8 Uhr bis 18 Uhr, Freitag, 5. Juni 2020, von 6 Uhr bis zum Ende der Einsatzmaßnahmen.

Personen, die gerade einer vom Gesundheitsamt verfügten Isolations- oder Quarantäneverfügung unterliegen, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 069/212 44374 oder per E-Mail an info.infektiologie@stadt-frankfurt.de mit dem Gesundheitsamt in Verbindung zu setzen.

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Sendung: hr3, 03.06.2020, 11.00 Uhr