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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Goldschakal im Vogelsberg gesichtet

Goldschakal in Hessen

Seltener Schnappschuss: Ein Goldschakal ist im Vogelsberg in eine Fotofalle getappt. Es ist erst der zweite Nachweis des Wildtiers überhaupt in Hessen. Eigentlich wollte man den größten natürlichen Feind des Schakals beobachten.

Ein totes Tier hat ihn offenbar angelockt: Der Goldschakal wurde südlich von Romrod (Vogelsberg) von einer Wildkamera geknipst, wie das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) am Freitag mitteilte. Das Amt hatte dort Fotofallen angebracht, um Wölfe zu beobachten.

Die Wildkamera, die den Goldschakal ablichtete, war neben einem getöteten Muffelschaf installiert worden. Die Kamera lieferte in den folgenden Tagen nicht nur Bilder des Goldschakals - auch ein Wolf, ein Fuchs und ein Waschbär wurden dort laut HLNUG geknipst.

Goldschakale sind Allesfresser

Goldschakal in Hessen

Der Goldschakal frisst so ziemlich alles: von Kleinsäugern, Amphibien und Fischen bis hin zu Insekten, Aas und pflanzlicher Nahrung wie Äpfeln und Früchten. Er ist ein Artverwandter von Hund und Wolf, wobei der Wolf sein gefährlichster natürlicher Feind ist.

In Europa gibt es vor allem auf dem Balkan größere Populationen des Goldschakals. Dass die Tiere nach Norden wandern, kommt vor. Hierzulande wurden bisher aber nur wenige der sehr scheuen Tiere gesichtet. So gelang es 2015 einem Jäger aus dem Vogelsberg erstmals, einen Goldschakal in Hessen zu fotografieren.

Goldschakal (Canis aureus)

Goldschakale (Canis aureus) haben ihren Namen vom zumeist goldgelb gefärbten Fell. Sie sind größer als Füchse und kleiner als Wölfe.