Polizisten im Einkaufszentrum MyZeil in Frankfurt, vor dem ein Flashmob tobte

Der Streit von zwei Youtubern hat offenbar den Flashmob mit rund 600 Jugendlichen in der Frankfurter Innenstadt ausgelöst. Bei einem Großeinsatz der Polizei waren auch zwei Beamte verletzt worden. Für einen der Youtuber könnte der Einsatz teuer werden.

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hs
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Muss ein 21 Jahre alter Youtuber den Polizeieinsatz vom Samstag auf der Frankfurter Einkaufsmeile Zeil bezahlen? Es werde geprüft, ob den Verantwortlichen eines Flashmobs mit 600 Jugendlichen die Kosten für den Einsatz auferlegt werden können, teilten die Beamten am Montag mit.

Aufruf, nach Frankfurt zu kommen

Das könnte vor allem Kaan Yavi treffen. Er soll auf seinem Youtube-Kanal mit mehr als 300.000 Fans - sogenannten Followern - dazu aufgerufen haben, in die Frankfurter Innenstadt zu kommen. Dahinter steckt möglicherweise ein Streit mit einem Youtuber aus Frankfurt, bei dem Yavi zuvor auf der Zeil ein Ei auf den Kopf geschlagen wurde.

Doch das von Yavi als Fan-Treffen deklarierte Happening eskalierte. Hunderte Jugendliche rannten die Zeil rauf und runter und nahmen dabei wenig Rücksicht auf Passanten. Schließlich schritt die Polizei ein.

Ein Einzelhändler vor Ort sagte am Montag dem hr-fernsehen: "Die Polizei hat dementsprechend sehr schnell agiert und eine Menschenbarriere aufgestellt, damit der Mob nicht in das Einkaufscenter marschieren konnte." Yavi bekam von den Beamten einen Platzverweis.

Polizist ins Gesicht geschlagen

"Mutmaßlich als Reaktion auf diesen Platzverweis hat ein 17-Jähriger aus der Menge heraus einem Kollegen ins Gesicht geschlagen", sagte eine Polizeisprecherin. Als der Angreifer festgenommen wurde, seien Steine auf Beamte geworfen worden. Auch dabei sei ein Kollege verletzt worden.

Die Polizei rief die Versammelten auf, den Platz zu verlassen. Die Situation habe sich bald wieder wieder beruhigt, sagte der Händler. Wie hoch die Kosten sind, die auf den oder die Verantwortlichen zukommen könnten, ist nicht bekannt.