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Niedrige Wasserpegel in Frankfurt und dem Main-Taunus-Kreis

Der trockene Sommer lässt die Pegelstände von Flüssen und Bächen gefährlich weit sinken. Nach anderen Kreisen und Kommunen reagieren nun auch die Stadt Frankfurt und der Main-Taunus-Kreis.

Seit Wochen hat es im Rhein-Main-Gebiet kaum geregnet. Die Folge: Pflanzen und Gewässer trocknen aus. Schon vor einigen Tagen warnte die Stadt Frankfurt deshalb vor einem drohenden Fischsterben im Main.

Jetzt wirkt sich der Regenmangel auch direkt auf den Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt aus. Ab Mittwoch ist es verboten, Wasser für den privaten Verbrauch aus den oberirdischen Bächen im Stadtgebiet sowie aus der Nidda und ihren Altarmen zu entnehmen. Das teilte das Umweltamt am Montag mit.

"Seit Wochen sinkt der Wasserpegel in den Frankfurter Gewässern, einige Bäche sind bereits ausgetrocknet", sagte Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne). Vereinzelte Niederschläge hätten keine Entspannung gebracht. "Wir müssen dieses empfindliche Ökosystem vor zusätzlichen und vermeidbaren Stressfaktoren schützen", so Heilig weiter. Das Verbot soll bis auf Weiteres gelten, maximal aber bis zum 31. Oktober. Bei Verstößen droht ein Bußgeld.

Im Main-Taunus-Kreis schon ab Dienstag

Der Main-Taunus-Kreis erließ am Montag eine Allgemeinverfügung, nach der bereits ab Dienstag kein Wasser mehr aus Bächen und wasserführenden Gräben geschöpft werden darf. Das gelte auch für die Besitzer der an die Bäche grenzenden Grundstücke. Vom Verbot ausgenommen sei Wasser für Weidetiere.

Zuvor hatten bereits der Vogelsbergkreis und der Main-Kinzig-Kreis die Wasserentnahme aus Flüssen, Bächen und Seen untersagt. Die Stadt Königstein (Hochtaunus) verbot zudem, Wege und Grünflächen mit Trinkwasser zu bewässern und Schwimmbecken mit Leitungswasser zu füllen.

Das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie hatte bereits vor einer Woche vor einem "vorkritischen" Zustand zahlreicher Gewässer gewarnt. Viele Messstationen an Flüssen verzeichneten Niedrigwasser. In den vergangenen zwei Monaten hätten die Durchflussmengen an 40 Prozent der Messstellen unter dem langjährigen Mittelwert gelegen.

Keimbelastung steigt - Hände waschen

Das Frankfurter Umweltamt wies darauf hin, dass durch das Niedrigwasser zudem der Anteil an gereinigtem Abwasser in den Gewässern steige - damit seien diese auch stärker mit Keimen belastet. Besonders betroffen seien mehrere Taunusbäche: der Urselbach, der Erlenbach und der Eschbach. Wer mit dem Wasser in Kontakt komme, solle sich gründlich die Hände waschen, empfahl die Behörde.

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