Helfer und Feuerwehrleute stemmen sich gegen ein im Main liegendes Restaurant-Schiff und verhindern so, dass der bereits gefährlich schräg liegende Kahn kippt und untergeht.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Imbiss-Schiff fast untergegangen

Ein Frankfurter Imbiss-Boot ist beinahe im Main untergegangen - mittlerweile ist die Ursache gefunden. Kurios: Auch während des Einsatzes von Feuerwehr und Wasserschutzpolizei wollte so mancher Döner-Liebhaber nicht auf seinen Platz in der Warteschlange verzichten.

Ein in Frankfurt auf dem Main liegendes Restaurant-Schiff ist am Mittwochnachmittag mit Wasser vollgelaufen und dabei um ein Haar gekentert. Passanten und Feuerwehrleute stemmten sich in letzter Sekunde gegen den schwimmenden Döner-Imbiss und verhinderten so, dass der bereits gefährlich schräg liegende Kahn kippte und unterging. Zwischenzeitlich stand das Wasser hüfthoch in dem Innenraum.

Ursache waren offenbar Öffnungen im Rumpf des Bootes, wie die Feuerwehr am späten Nachmittag mitteilte. Das hatte sie zuvor ausgeschlossen. Nachdem die Öffnungen provisorisch mit Keilen abgedichtet wurden, habe sich die Lage des Bootes stabiliert.

"Es ist glimpflich abgelaufen"

Während die Feuerwehr das Wasser abpumpte, wurde der Schiffsverkehr auf dem Main durch die Wasserschutzpolizei aus Sicherheitsgründen eingestellt. Damit sollte verhindert werden, dass durch Wellen weiteres Wasser in das Boot lief.

Der Einsatz der Wasserschutzpolizei war auch auf dem Land gefragt, wie eine Sprecherin dem hr sagte: "Der eine oder andere ließ sich nicht überzeugen, während des Einsatzes auf seinen Platz in der Döner-Schlange zu verzichten – das Boot scheint sehr beliebt zu sein." Menschen seien nicht verletzt worden: "Es ist glimpflich abgelaufen."

Angaben zum entstandenen Schaden gab es noch nicht. Betriebsstoffe sind laut Wasserschutzpolizei jedoch nicht ausgelaufen. Das Schiff wurde noch am späten Mittwochnachmittag in den Osthafen abgeschleppt.

Sendung: hr4, 10.07.2019, 18.30 Uhr