Goetheturm - Bildkombination - alter Turm - Rose - Plan für neuen Turm
Der Goetheturm soll möglichst originalgetreu wieder aufgebaut werden. Bild © hessenschau.de, picture-alliance/dpa

Ein halbes Jahr nachdem der Frankfurter Goetheturm den Flammen zum Opfer fiel, steht der Zeitplan für den Wiederaufbau. Auch für die beiden abgebrannten asiatischen Pavillons nannte die Stadt einen Wiedereröffnungstermin.

Am 12. Oktober 2017 brannte in Frankfurt-Sachsenhausen der Goetheturm ab, die Polizei geht von Brandstiftung aus. Auf den Tag genau ein halbes Jahr später teilte die Stadt mit, dass das Wahrzeichen der Stadt ab Ende 2019 wieder aufgebaut werden soll.

Darüber informierte die Frankfurter Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) am Donnerstag im Umweltausschuss der Stadt. Fertig werden könnte der Turm laut den Planungen Mitte 2020.

Spenden von fast 150.000 Euro

Heilig sagte, derzeit werde geprüft, ob die alten Fundamente auch für den neuen Goetheturm verwendet werden könnten. Die Kosten für den Neubau belaufen sich nach Schätzungen auf bis zu zwei Millionen Euro.

Bislang seien 148.660 Euro durch Spenden zusammengekommen. Zahlreiche Bürger hatten schockiert auf den Brand reagiert, die Stadtregierung kündigte unmittelbar einen Wiederaufbau an.

In einer Online-Abstimmung mit mehr als 36.000 Teilnehmern war schließlich entschieden worden, dass der Goetheturm wieder möglichst originalgetreu aus Holz mit Stahlelementen aufgebaut werden sollte.

Asiatische Pavillons bis Sommer 2019 fertig

Den Brandstifter hat die Polizei bis heute nicht ermittelt. Sie schließt einen Serientäter nicht aus. Unbekannte hatten 2017 in zwei Frankfurter Parks auch zwei hölzerne asiatische Pavillons angezündet: den chinesischen Pavillon im Bethmannpark und den koreanischen Pavillon im Grüneburgpark. Gesamtschaden: mehr als 1,7 Millionen Euro.

Der abgebrannte Pavillon
Abgebrannter koreanischer Pavillon im Mai 2017 im Grüneburgpark. Bild © hessenschau.de (Andreas Bauer)

Auch sie sollen wieder aufgebaut und bis zum Sommer 2019 wieder eröffnet werden, teilte Heilig mit. Die Bauteile dafür würden in Korea und China produziert.

Ausgebrannter Pavillon im Bethmannpark
Auch der chinesische Pavillon im Bethmannpark wurde im Juni 2017 bei einem Brand zerstört. Bild © Katrin Kimpel (hessenschau.de)

Sendung: hr-iNFO, 12.04.2018, 18.00 Uhr