Zwei Wochen nach dem Tod eines sechsjährigen Jungen in einem Frankfurter Kindergarten bleibt die Einrichtung dicht. Denn noch immer ist unklar, warum es zu dem tödlichen Stromschlag kommen konnte.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Kita bleibt nach tödlichem Stromschlag geschlossen

In dieser Kita ereignete sich das Unglück.
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Zwei Wochen nach dem Tod eines sechs Jahre alten Jungen in einer Frankfurter Kindertagesstätte laufen noch immer Ermittlungen, wie es zu dem tödlichen Stromschlag kommen konnte. Die Kita im Stadtteil Seckbach könnte daher noch länger geschlossen bleiben - vielleicht sogar für Wochen.

Steckdose hing aus der Wand

Der Staatsanwaltschaft Frankfurt liegt nach eigenen Angaben noch kein Gutachten über die Sicherheit der Elektroanlage des Hauses vor. "Die Ermittlungen laufen noch", sagte eine Sprecherin der Behörde am Montag. Es müssten auch noch Zeugen befragt werden. Das könne sich durchaus über mehrere Wochen hinziehen.

Auch die Stadt Frankfurt hat den Fall noch nicht abschließend untersucht. "Dieser Tage wird ein Sachverständiger die Elektroanlage abnehmen", kündigte ein Sprecher des zuständigen Dezernats auf Anfrage an. Bestätigt sei, dass die Steckdose nach dem Vorfall aus der Wand hing. "Was vor dem Unfall war, wissen wir jedoch nicht", sagte er. Bevor die Kita wieder öffnet, soll zudem ein Elternabend stattfinden.

Der Sechsjährige war am 29. Oktober in der Kita in Seckbach durch einen Stromschlag tödlich verletzt worden. Die Behörden ermitteln wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung.

Sendung: hr-iNFO, 11.11.2019, 17 Uhr