Forstarbeiter fällen die 30-Meter-Fichte, die zeitgleich von einem Kran in der Luft gehalten wird.
Forstarbeiter fällen die 30-Meter-Fichte, die zeitgleich von einem Kran in der Luft gehalten wird. Bild © Tourismus und Congress GmbH Frankfurt

Die Auswahl war kompliziert, beim Fällen lief alles glatt: Der Weihnachtsbaum für Frankfurt kann bald seine Reise von Schlüchtern aus antreten. Das Chaos aus dem vergangenen Jahr soll sich nicht wiederholen.

Videobeitrag
Baum wird mit Motorsäge gefällt.

Video

zum Video Ein Weihnachtsbaum für Frankfurt

Ende des Videobeitrags

Da soll noch einer sagen, Größe sei nicht entscheidend. Bei der Auswahl des neuen Frankfurter Weihnachtsbaums hätten die Maße durchaus eine gewichtige Rolle gespielt, sagte Weihnachtsmarkt-Veranstalter Thomas Feda. Sein Urteil zu der sechs Tonnen schweren Fichte, die am Mittwoch in einem Wald bei Schlüchtern (Main-Kinzig) gefällt wurde: "Sie passt ganz gut, ist nicht so ausladend, hat einen schönen geraden Stamm und eine schöne Krone."

Die Frankfurter kritteln gern

Mit ihren 30 Metern Höhe passe die Fichte "ganz gut hin auf den Römer", so Feda, Geschäftsführer der Tourismus und Congress GmbH in Frankfurt. Der Weihnachtsbaum müsse "schön sein", schließlich würden ihn in der Adventszeit rund drei Millionen Menschen auf dem Frankfurter Römerberg beäugen. Und: Die Frankfurter seien dafür bekannt, traditionell über ihren Weihnachtsbaum zu meckern.

Als würde er schweben - doch der Baum wird lediglich von einem Kran getragen.
Als würde er schweben - doch der Baum wird lediglich von einem Kran getragen. Bild © Tourismus und Congress GmbH

Damit in diesem Jahr auch wirklich alle zufrieden sind, entschied eine 30-köpfige Jury aus Weihnachtsmarkt-Vertretern aus Frankfurt, Kommunalpolitikern aus Schlüchtern und Journalisten über den richtigen Baum. Die Wahl fiel letztlich zwischen drei aussichtsreichen Kandidaten auf die rund 80 Jahre alte Fichte.

Der Frankfurter Weihnachtsbaum: einmal untenrum, einmal obenrum.
Der Frankfurter Weihnachtsbaum: einmal untenrum, einmal obenrum. Bild © hr

50 neue Bäume für einen alten

Bildergalerie

Bildergalerie

zur Bildergalerie Weihnachtsbaum bleibt auf dem Weg zum Römerberg stecken

Ende der Bildergalerie

Eine Rolle spielte beim Auswahlprozess auch der Transport. Im vergangenen Jahr war der Weihnachtsbaum auf dem Weg durch die Frankfurter Innenstadt wegen seines ausladenden Geästs mehrfach stecken geblieben, eine Ampel wurde dabei zerstört. In diesem Jahr soll es bei der schlanken Fichte problemlos flutschen.

In dem Waldstück im Spessart werden nun im Sinne der Nachhaltigkeit 50 neue Bäume gepflanzt. Damit soll der Verlust der 80-jährigen Fichte ausgeglichen werden. Diese muss sich bis zur Reise nach Frankfurt noch etwas gedulden. Bis zum 1. November bleibt der Weihnachtsbaum im Spessart, dort werden die Äste hochgeklappt, Tannenzapfen entfernt und der Baum auf einen Transporter geschnallt, damit er in diesem Jahr makellos auf dem Weihnachtsmarkt erstrahlen kann.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau, 24.10.2018, 19.30 Uhr