Fossa-Nachwuchs im Frankfurter Zoo
Der Fossa-Nachwuchs im Frankfurter Zoo. Bild © Zoo Frankfurt / Winfried Faust

Auf diesen Nachwuchs musste der Frankfurter Zoo gleich aus mehreren Gründen lange warten: Nach fast 20 Jahren gibt es ein Jungtier bei den Fossas. Die Eltern der Raubkatze ließen sich vor und während der Paarung mächtig Zeit.

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Noch hat der Fossa-Nachwuchs im Frankfurter Zoo keinen Namen. "Das Revier muss entscheiden", sagte eine Zoo-Sprecherin auf Nachfrage. Klar ist: Er muss irgendetwas mit Madagaskar zu tun haben.

Von der südostafrikanischen Insel nämlich stammt die selten gewordene Raubkatze mit den großen Augen und dem langen Schwanz. Bereits am 7. September wurde das Jungtier in Frankfurt geboren, am Donnerstag wurde es nach einer ärztlichen Untersuchung der Öffentlichkeit präsentiert.

Zögerliche Eltern

"Das kleine Männchen ist gesund und quicklebendig und wiegt mit jetzt zwei Monaten 556 Gramm", teilte der Zoo mit. Ausgewachsen bringt es das größte Raubtier Madagaskars auf bis zu 80 Zentimeter und zwölf Kilogramm. Der Schwanz ist dabei fast so lang wie der Körper.

Für den Frankfurter Tiergarten ist es der erste Fossa-Nachwuchs seit 1999. Das lange Warten auf ein Jungtier hatte auch etwas mit dem zögerlichen Paarungsverhalten seiner Eltern zu tun. Mutter Sissi und Vater Bohara leben seit mehreren Jahren in Frankfurt zusammen. Trotz offensichtlicher Zuneigung klappte es mit dem Nachwuchs aber nicht so recht, wie der Zoo berichtete.

Mehrstündige Paarung

Erst eine Umgestaltung der Gehege und Änderungen in der Belegung brachte den gewünschten Effekt. "Es sind oft kleine Veränderungen, die das Wohlbefinden steigern", freute sich Zoodirektor Miguel Casares. Nachdem Sissi in diesem Sommer schließlich ihren Lieblings-Liegeplatz auf einem Baum ausgemacht hatte, war auch der Paarungsakt erfolgreich. Dieser dauert bei Fossa übrigens zwei bis drei Stunden.

Mutter Sissi habe ihre neue Rolle von Anfang an angenommen und das Kleine gut versorgt. Jetzt hoffen die Verantwortlichen schon bald auf weiteren Nachwuchs im Hause Fossa. Außer in Frankfurt gibt es aktuell nur in drei weiteren deutschen Zoos die bedrohte Art zu bestaunen.

Sendung: hr-fernsehen, maintower, 8.11.2018, 18.00 Uhr