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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Freispruch nach tödlichem Busunfall

Polizei und Absperrung am Unfallort in Bad Arolsen.

Nach einem tödlichen Verkehrsunfall vor einem Jahr ist der angeklagte Busfahrer freigesprochen worden. Er hatte beim Abbiegen ein 14-jähriges Mädchen übersehen und überrollt.

Nach einem tödlichen Unfall ist ein 50 Jahre alter Busfahrer am Dienstag von dem Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen worden. Bei dem Verfahren im Amtsgericht Korbach (Waldeck-Frankenberg) hatten sich anhand von Aussagen der Zeugen und des Gutachters keine Beweise dafür ergeben, dass der Tod einer 14-jährigen Schülerin hätte verhindert werden können.

Der Unfall hatte sich vor rund einem Jahr im morgendlichen Berufsverkehr am Bad Arolser Bahnhof ereignet. Der Fahrer des Linienbusses hatte das Mädchen beim Abbiegen auf eine Bushaltestelle erfasst. Die Schülerin war zu Fuß auf dem Weg zur Schule gewesen, als sie vom Gehweg auf die Straße trat, vom Bus überrollt wurde und dabei tödliche Verletzungen erlitt.

Verkettung unglücklicher Umstände

Zum Zeitpunkt des Unfall war es nach Aussagen der Zeugen und des Gutachters dunkel und regnerisch, der Blick aus dem Fenster durch Fahrgäste behindert, Gehsteig und Straße seien kaum beleuchtet gewesen. Zudem sei das Mädchen dunkel gekleidet gewesen und habe offenbar nicht auf den Verkehr geachtet, bevor es die Straße überquerte. Der Busfahrer habe keine Chance gehabt, den Unfall zu vermeiden.

Sendung: hr1, 14.01.2019 13.40 Uhr