Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Mann zerstückelt Partnerin - wegen Mordes verurteilt

Urteil Landgericht Darmstadt - zerstückelte Frauenleiche

Das Landgericht Darmstadt hat einen Mann zu lebenslanger Haft verurteilt, weil er seine Freundin im Streit erwürgte. Nach der Tat hatte der 35-Jährige die Leiche zerteilt.

Das Landgericht sah es am Donnerstag als erwiesen an, dass der Angeklagte in der Neujahrsnacht 2019 in Darmstadt bei einem Streit seine 40 Jahre alte Freundin erwürgte und dann die Leiche zerstückelte. Es verurteilte den Mann zu lebenslanger Haft. Das Gericht ordnete an, dass der Mann zunächst in einer Psychiatrie für Suchtkranke untergebracht wird.

Die Beziehung zwischen dem Paar sei durch Erniedrigungen, Gewalt und Todesdrohungen des Angeklagten gegenüber der Getöteten geprägt gewesen sein, erklärte der Richter in der Urteilsbegründung: "Der Angeklagte war ein Mann, der mit oder ohne Drogen, mit oder ohne Alkohol, seine Bedürfnisse an seiner Freundin auslebte". Opfer und Täter waren beide drogenabhängig.

Angeklagter streitet Tötung ab

Die Staatsanwaltschaft hatte vor einer Woche auf 13 Jahre wegen Totschlags plädiert, während die Nebenklage eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes gefordert hatte. Die Verteidigung wertete das Verbrechen als Impulstat und Körperverletzung mit Todesfolge. Ein konkretes Strafmaß nannte diese nicht, forderte stattdessen jedoch die sofortige Unterbringung in einer Entzugseinrichtung.

Der Angeklagte hatte im Prozess nur das Zerstückeln der Leiche gestanden. Den Tod der Frau beschrieb er als Unfall oder Folge einer Überdosis. Er habe seine Freundin am Neujahrsmorgen tot in der Badewanne aufgefunden. Daraufhin habe er die Leiche aus unerfindlichen Gründen beseitigen wollen. Die rechtsmedizischen Befunde sprachen gegen seine Version.

Sendung: hr-iNFO, 19.12.2019, 15 Uhr