Angesichts des Kriegs in der Ukraine rechnet der Vorsitzende der Friedens- und Zukunftswerkstatt, Willi van Ooyen, mit einem großen Zulauf bei den diesjährigen Ostermärschen. "Sie sind jetzt wichtiger denn je - denn wir haben mal wieder einen Krieg", sagte er.

Geplant sind Kundgebungen unter anderem in Frankfurt, Marburg, Kassel, Wiesbaden, Gießen, Erbach im Odenwald, Eschwege (Werra-Meißner-Kreis), Oberursel (Hochtaunuskreis) und Bruchköbel (Main-Kinzig-Kreis). Am Ostermontag ist eine große Abschlusskundgebung auf dem Frankfurter Römerberg angesetzt.

"20 Kriege weltweit"

Die Mitglieder der Friedensbewegung fordern nach eigener Darstellung von der russischen Führung, sofort alle Angriffe einzustellen, sich aus der Ukraine zurückzuziehen und deren territoriale Integrität wieder herzustellen. Die Regierungskoalition in Berlin rufen sie zu einem Umsteuern in ihrer Außen- und Militärpolitik auf. Unter anderem wollen sie, dass Deutschland keine Waffen in die Ukraine liefert und Flüchtlinge uneingeschränkt aufnimmt.

"Wir haben 20 Kriege weltweit - das darf man nicht vergessen. Wir brauchen eine andere Dimension von Politik", sagte van Ooyen. Wie viele Teilnehmer zu den Friedenskundgebungen am Osterwochenende kommen, sei noch nicht abzuschätzen. "Ich hoffe auf die Hälfte der Bevölkerung plus eine Frau - dann haben wir die Mehrheit", scherzte er. Der 75-Jährige organisiert seit Jahrzehnten bundesweit Protestaktionen für den Frieden, vor allem die Ostermärsche.