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Audioseite Polizei ermittelt Schockanrufer

Eine Seniorin steht in ihrem Wohnzimme und hält ein Telefon an ihr Ohr.

Der Polizei ist ein Schlag gegen eine Gruppe von Trickbetrügern gelungen, die Senioren mit sogenannten Schockanrufen um mehrere hunderttausend Euro gebracht haben sollen. Fünf Verdächtige sitzen in U-Haft.

Nach einer Reihe von Betrugsversuchen durch Schockanrufe hat die Polizei in Hessen mehrere Verdächtige festgenommen. In den vergangenen Wochen hätten Ermittlungen zu insgesamt sieben Personen geführt, die als Täter für solche Straftaten infrage kämen, erklärten die Polizeidienststellen in Wiesbaden und Frankfurt am Donnerstag.

Festnahme bei Übergabe

Gemeinsam mit weiteren Polizeidienststellen aus dem Bundesgebiet sei es gelungen, Taten mit einer Schadenshöhe von mehreren hunderttausend Euro aufzuklären. Nach Angaben der Ermittler hatten von Mitte September bis Anfang Oktober Trickbetrüger bundesweit solche Straftaten begangen.

Beispielsweise habe vergangene Woche eine 80-jährige Frau in Schmitten (Hochtaunus) einen Anruf von einer weinenden Frau erhalten, die vorgab, ihre Tochter zu sein. Diese erzählte, dass sie einen Verkehrsunfall gehabt habe, bei dem ein Mädchen ums Leben gekommen sei. Um nicht in Haft gehen zu müssen, solle sie nun einen Betrag von 25.000 Euro zahlen.

Als der 86 Jahre alte Ehemann der Angerufenen zur Geldübergabe ging, kamen der Ehefrau Zweifel, sie alarmierte die Polizei. Diese nahm am Übergabeort einen 31 Jahre alten Tatverdächtigen fest.

Fünf Verdächtige in Untersuchunghaft

Laut Polizei führten zudem die Ermittlungen der Frankfurter Kriminalpolizei zu insgesamt sechs weiteren Frauen und Männern im Alter zwischen 15 und 25 Jahren, die als Täter für zahlreiche ähnliche Straftaten in Frage kommen. Fünf davon befänden sich inzwischen in Untersuchungshaft.

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