Ein Testzentrum in Groß-Zimmern ist nach einem mutmaßlichen Brandanschlag ausgebrannt.

In Südhessen sind mehrere Corona-Testzentren niedergebrannt, zuletzt in Groß-Zimmern. Die Polizei vermutet Brandstiftung und prüft einen Zusammenhang zwischen den Taten.

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Brandserie? Testcenter-Container ausgebrannt

Ein niedergebrannter Container eines Testzentrums
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Von einem Container für Corona-Schnelltests in Groß-Zimmern (Darmstadt-Dieburg) waren am Mittwochmorgen nur noch verkohlte Reste übrig. Das Testzentrum brannte in der Nacht komplett aus. Es ist der fünfte Fall dieser Art innerhalb weniger Tage.

Die Polizei untersucht nun, ob es sich um eine Brandstiftung oder einen technischen Defekt handelt. Laut Polizei liegt der Schaden allein in Groß-Zimmern bei rund 12.000 Euro. Die Kriminalpolizei in Darmstadt prüft auch, ob es eine Verbindung zu ähnlichen Fällen in Südhessen gibt.

Gibt es eine Brandserie?

Bereits am Wochenende hatten Unbekannte in Mörfelden-Walldorf (Groß-Gerau) zwei Container angezündet, in denen Corona-Schnelltests durchgeführt werden. Hier geht die Polizei von Brandstiftung aus.

Laut Polizei legten die Täter in der Nacht zum Samstag ein Feuer an der Außenfassade des Schnelltest-Containers. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte in diesem Falle eine Ausbreitung des Feuers verhindert werden. Der entstandene Schaden liegt bei rund 1.000 Euro.

Brandbeschleuniger verteilt

In der Nacht zum Sonntag brannte dann ebenfalls in Mörfelden-Walldorf ein weiterer Container. Laut Polizei schlugen die unbekannten Täter dabei eine Fensterscheibe des Containers ein, der auf dem Gelände einer Tankstelle stand. Dann wurde offenbar Brandbeschleuniger im Innenraum verteilt und angezündet.

Dabei brannte der Container vollständig aus. Es entstand ein Schaden von rund 10.000 Euro. Das Gebäude und die Zapfsäulen der angrenzenden Tankstelle blieben unbeschädigt.

Gleich zwei Brände in Testzentren gab es in Weiterstadt. Hier brannte am frühen Sonntagmorgen ein Coronatest-Zelt. Bereits am 25. März brannte ein anderes Testzentrum. Die Ermittler gingen damals von einem technischen Defekt aus. Eine Sprecherin der Polizei erklärte, dieser Fall werde jetzt auch in den Ermittlungskomplex aufgenommen, falls es doch einen Zusammenhang mit den anderen Fällen geben sollte.

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