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Audioseite SUV-Fahrer wegen versuchten Mordes angeklagt

Frontansicht auf das Gebäude des Hauptbahnhofs in Frankfurt bei Nacht

Wegen versuchten Mordes hat die Staatsanwaltschaft einen Autofahrer angeklagt, der im Frankfurter Bahnhofsviertel absichtlich einen Mann überfahren haben soll. Das Opfer hatte versucht den Fahrer zu fotografieren, wie er verkehrt in eine Einbahnstraße fuhr.

Weil er im Frankfurter Bahnhofsviertel absichtlich einen Fußgänger mit einem Auto überfahren haben soll, wird ein 22 Jahre alter Mann aus Augsburg angeklagt. Ihm werde versuchter Mord mit Heimtücke, schwere Körperverletzung und gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Freitag mit.

Angeklagter wollte für "Eindruck in der Stadt" sorgen

Der Vorfall ereignete sich im April 2021. Gemeinsam mit einem Freund sei der damals 21 Jahre alte Fahrer von Augsburg nach Frankfurt gefahren. Laut Anklage wollte er mit seinem 2,8 Tonnen schweren Range Rover "für Eindruck in der Stadt sorgen". Als er in Nähe des Hauptbahnhofs verkehrt in eine Einbahnstraße fuhr, habe ihn das 53 Jahre alte spätere Opfer mit dem Mobiltelefon fotografieren wollen.

Dabei hatte sich der Passant demnach auf die Straße gestellt und wurde von dem herannahenden Auto des Beschuldigten erfasst, auf die Motorhaube genommen und überrollt. Seitdem ist der 53-Jährige laut Staatsanwaltschaft dauerhaft auf einen Rollstuhl angewiesen.

Fahrer sprach zunächst von einem Unfall

Das Opfer sei in der Situation völlig wehrlos gewesen und habe keine Möglichkeit zum Auszuweichen gehabt, weil der heute 22-jährige direkt vor ihm Gas gegeben habe - deshalb, so eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft, werde wegen versuchtem Mord mit Heimtücke angeklagt.

Nach der Tat floh der Fahrer. Später meldete er sich bei der Polizei und sagte, es sei ein Unfall gewesen.

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