Beschädigte Gasleitung in Usingen

Eine bei Baggerarbeiten beschädigte Gasleitung hat zu einem Großeinsatz in Usingen geführt. Arztpraxen, Banken und Wohnhäuser wurden evakuiert, auch das Rathaus war betroffen. Über der ganzen Stadt lag ein Knoblauch-Duft.

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hs
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Der Alarm bei der Feuerwehr in Usingen (Hochtaunus) ging am Montagnachmittag um 16.23 Uhr ein: Ein Bagger hatte bei Arbeiten an einer Straßenbaustelle in der Innenstadt eine Gasleitung beschädigt. Sofort stiegen aus der 20 Zentimeter dicken Rohrleitung großen Mengen Gas empor. "Da kommt schon einiges raus", sagte ein Feuerwehr-Sprecher.

Durch die Vermengung mit dem Staub der Baustelle war die Gaswolke gut sichtbar – und riechbar: Da das Erdgas aus Sicherheitsgründen mit einem künstlichen Knoblauch-Duft versehen ist, machte sich ein charakteristisch, penetranter Krautgeruch über der Taunus-Gemeinde breit. "Das kann man nicht ignorieren. So merkt jeder, dass Gas ausströmt", erklärte der Sprecher.

Evakuierung und Straßensperrungen

Umliegende Arztpraxen, Banken und Wohnhäuser sowie das benachbarte Rathaus wurden umgehend evakuiert, mehrere Straßen abgesperrt. Betroffen war zunächst ein Radius von 100 Metern um die Unglücksstelle. Der Verkehr rund um Usingen kam zum Erliegen.

Für die betroffenen Anlieger und Passanten wurde in der Stadt ein zentraler Sammelplatz eingerichtet, in einer Schule wurden Sanitäranlagen und Getränke bereitgestellt.

Experten des Energieversorgers Mainova rückten an, um das Leck abzudichten. Da ein nahes Krankenhaus über die Leitung versorgt wurde, konnte diese während der Reparatur nicht komplett abgestellt werden. Um 18.40 Uhr wurde aber schließlich Entwarnung gegeben. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau, 19.08.2019, 19.30 Uhr