In Hanau ist eine provisorische Gedenkstätte für die Opfer des rassistischen Anschlags von vor einem Jahr geschändet worden.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei hatte ein Mann am Sonntagabend Kerzen und Kränze am Brüder-Grimm-Denkmal umgetreten. Dies zeigten Aufnahmen der Überwachungskamera vor Ort. Die Behörden erstatteten Anzeige wegen Volksverhetzung und Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener. Eine Fahndung nach dem Mann blieb bislang erfolglos.

Bei dem Attentat vom 19. Februar 2020 waren in Hanau neun Menschen mit ausländischen Wurzeln erschossen worden. Die Angehörigen hatten angekündigt, die vorübergehende Gedenkstätte am 19. März entfernen zu wollen.