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Audioseite Autobahn-Raser zu hoher Geldstrafe verurteilt

Foto eines Blitzers: Schwarzer Mercedes auf Autoban

Weil er mit 244 km/h durch eine Baustelle raste, in der Tempo 80 galt, ist ein Mann zu einer hohen Geldstrafe verurteilt worden. Grund: eine "abstrakte Gefährdung" anderer Autofahrer.

Es war ein Samstagvormittag im November vergangenen Jahres, als der Fahrer eines Mietwagens auf der A3 für Staunen bei der Polizei sorgte. Die Beamten hätten ihren Augen nicht getraut, hieß es damals in einer Mitteilung der Polizei Wiesbaden, nachdem die Bilder eines Blitzers zwischen der Anschlussstelle Raunheim und Wiesbadener Kreuz ausgewertet worden waren.

Abstrakte Gefährdung anderer reicht

Darauf zu sehen: Der 52-Jährige, der mit einem gemieteten Wagen mit 244 km/h durch eine Baustelle raste – wo Tempo 80 erlaubt war. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt erhob daraufhin Anklage wegen eines verbotenen Autorennens. Am Freitag nun erging das Urteil gegen den Fahrer vor dem Amtsgericht in Frankfurt: Er muss eine Geldstrafe in Höhe von 12.000 Euro (120 Tagessätze) zahlen und erhält eine Führerscheinsperre von zehn Monaten.

Der Begründung des Gerichts zufolge war allein die abstrakte Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer innerhalb der unübersichtlichen Baustelle mit Fahrbahnverschwenkungen und -verengungen Grund für die Verurteilung.

Fahrer räumt ein, am Steuer gesessen zu haben

Dabei müsse an einem verbotenen Fahrzeugrennen auch kein zweites Auto teilnehmen, hieß es. Der Mann hatte sein Tempo damals erst verringert, nachdem ihn die Überwachungsanlage blitzte. Über das Foto wurde er identifiziert und mit dem Strafverfahren überzogen. Vor Gericht räumte er ein, am Steuer gesessen zu haben ohne allerdings nähere Angaben zum Grund seiner Schnellfahrt zu machen.

Der Verteidiger des inzwischen 53-Jährigen hatte einen Freispruch beantragt, die Staatsanwaltschaft eine Geldstrafe.

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