Eine Sternschnuppe der Geminiden fliegt über den Nachthimmel

Sternenfreunde könnten zum letzten Mal in diesem Jahr auf ihre Kosten kommen: Das Geminiden-Spektakel feiert in der Nacht zum Dienstag seinen Höhepunkt. Wer die Sternschnuppen sehen möchte, braucht wohl Geduld.

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zum Video Expertin Frank: So entstehen die Geminiden

Expertin Sabine Frank erklärt die Geminiden anhand eines kleinen Modells.
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Die Geminiden bilden den reichsten Sternschnuppenstrom im Jahr. Bis zu 150 Meteoren verglühen pro Stunde in der Erdatmosphäre - ein Sternschnuppenspektakel zur Vorweihnachtszeit.

Den Höhepunkt der Geminiden erwarten Meteorologen dieses Jahr in der Nacht zum Dienstag. Ein Blick in den Himmel könnte sich lohnen. Genauer: in Richtung des für sie namensgebenden Sternbildes "Zwillinge".

Möglichst weg vom Licht

Zu sehen ist in der Regel eine Hand voll Sternschnuppen pro Stunde. Für mehr sei der Himmel tendenziell auch über den entlegeneren Gebieten Hessens zu hell, sagt Sven Melchert von der Vereinigung der deutschen Sternfreunde.

Und was erschwerend hinzu kommt: Das Wetter will auch in diesem Jahr nicht so richtig mitspielen. "Wir haben eine Menge Wolken", bedauert hr-Meteorologe Tim Staeger. Die besten Chancen auf eine freie Sicht haben demnach die Sternengucker in Südhessen. Grundsätzlich gelte: Wer eine Sternschnuppe erblicken will, braucht ein wenig Glück.

Geduld ist gefragt

Was dabei hilft, ist die Flucht vor zu vielen Lichtquellen. Also raus aus der Stadt, rauf aufs Land. Und dort am besten auf einen Berg oder Hügel im Freien.

Die Chance, einen Blick auf die Geminiden zu erhaschen, steigert sich übrigens im Laufe der Nacht. Der zunehmende Mond geht erst nach Mitternacht unter, sodass die meisten der verglühenden Meteore am Morgen zu sehen sein werden. Auch in den Tagen danach ist vereinzelt mit Sternschnuppen am Nachthimmel zu rechnen.

Komet Phaeton als Ursprung

Der "Sternenstaub", den wir einmal im Jahr beobachten können, stammt vom Kometen Phaeton, wie Sabine Frank erklärt. Frank ist Koordinatorin des Sternparks Röhn und Hobbyastrologin. Der Komet umrande alle 520 Tage unsere Sonne. "Und wenn er in die Nähe der Sonne kommt, heizt er sich ein bisschen auf und bekommt einen kleinen Schweif. Und der hinterlässt auf unserer Erdbahn ein paar kleine Klumpen."

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