Ein Grundschulkind sitzt mit einem Buch vor dem Laptop

Ein Unbekannter verschaffte sich Zugang zur Videokonferenz einer zweiten Klasse aus Florstadt und zeigte pornografische Bilder. Nun wird wegen Missbrauchs ermittelt.

Nachdem in einer Videokonferenz einer Grundschulklasse in Florstadt (Wetterau) Pornografie aufgetaucht war, hat die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt die Ermittlungen übernommen. Es gehe um den Verdacht des sexuellen Missbrauchs von Kindern, sagte eine Sprecherin der für solche Fälle zuständigen Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) am Freitag.

Ermittelt werde in alle Richtungen. Man versuche derzeit, an Daten zu gelangen, um den oder die Täter identifizieren zu können. Es handele sich um schwierige Untersuchungen, sagte die Sprecherin.

Mit Mädchennamen eingewählt

Nach Angaben des Kultusministeriums hatten die Lehrerinnen mit den Schülerinnen und Schülern der zweiten Klasse eine Videokonferenz über eine externe Software organisiert. Dabei habe sich ein Teilnehmer mit einem angeblichen Mädchennamen eingewählt, die Lehrerinnen von der Konferenz ausgeschlossen und Pornografie gezeigt. Ein Elternteil habe den Vorfall bemerkt und gemeldet.

Zunächst war wegen des Verdachts des Verbreitens pornografischer Schriften ermittelt worden. Ein Polizeisprecher hatte bereits gesagt, dass sich im Laufe der Untersuchung noch weitere mögliche Straftatbestände ergeben können.

Sendung: hr-iNFO, 29.01.2021, 14 Uhr