Tugce Albayrak mit Mütze

Fünf Jahre ist es her, dass die Studentin Tugce Albayrak vor einem Schnellrestaurant in Offenbach attackiert wurde. Sie starb an den Folgen. Ihr Bruder setzt sich mit einem Verein für Anti-Gewalt-Projekte ein.

Videobeitrag

Video

zum Video Der Fall Tuğçe | Verurteilt! - Der Gerichtspodcast

Verurteilt! Folge 5
Ende des Videobeitrags

Mit dem Tugce-Albayrak-Verein arbeitet Dogus Albayrak unter anderem mit einem Schultheaterprojekt in Frankfurt zusammen, um für Gewaltlosigkeit zu sensibilisieren. "Es geht darum, dass so etwas wie bei meiner Schwester nicht wieder passiert", sagte der 30-Jährige. Die meisten Menschen wüssten nicht, was für ein Gewaltpotenzial ihr Gegenüber mitbringe.

Der erste Todestag von Tugce Albayrak

Die Attacke mit tödlichen Folgen auf seine Schwester Tugce Albayrak ist inzwischen fünf Jahre her: Die damals 22 Jahre alte Studentin hatte bei einer Auseinandersetzung vor einem Schnellrestaurant in Offenbach einen so heftigen Schlag erlitten, dass sie mit dem Kopf aufschlug, ins Koma fiel und knapp zwei Wochen später starb. Der vorbestrafte Täter, der damals 18 Jahre alte Sanel M., wurde verurteilt und abgeschoben. Der Fall hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt.

Stilles Gedenken am Todestag

Zum fünften Todestag von Tugce ist keine große, öffentliche Mahnwache geplant, wie Dogus Albayrak sagte. Es werde ein stilles Gedenken im engen Familien- und Freundeskreis geben.

Nach der Gewalttat am 15. November 2014 lag die Studentin knapp zwei Wochen im Koma. An ihrem 23. Geburtstag, dem 28. November, ließen ihre Eltern unter großer öffentlicher Teilnahme im In- und Ausland die lebenserhaltenden Maßnahmen beenden. Zuvor hatten Mediziner den Hirntod der jungen Frau festgestellt.