Die wegen Werbung für Schwangerschaftsabbrüche verurteilte Gießener Ärztin Hänel hat wie angekündigt in Karlsruhe Verfassungsbeschwerde eingereicht.

Die Klage sei am Freitagabend eingegangen, sagte ein Sprecher des Bundesverfassungsgerichts am Montag. Eine zweite Verfassungsbeschwerde zum umstrittenen Paragrafen 219a im Strafgesetzbuch ist schon seit Ende 2019 anhängig. Hänel kritisierte in einer Mitteilung von Freitag, der Paragraf verbiete "sachliche und seriöse Informationen von Fachleuten". Die Ärztin war zu einer Geldstrafe verurteilt worden.