Mit einer groß angelegten Razzia in Wohnungen und Geschäftsräumen ist die Polizei in Hessen und anderen Bundesländern gegen die Drogenkriminalität vorgegangen. Es gab Festnahmen.

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Razzia gegen Dealer und Drogenköche
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Bei dem Großeinsatz gegen Rauschgiftkriminalität sind am Montagmorgen zahlreiche Privat- und Gewerbeobjekte durchsucht worden, wie ein Sprecher des Landeskriminalamtes (LKA) dem hr mitteilte. Der Einsatz habe sich schwerpunktmäßig nicht nur auf Hessen, sondern unter anderem auf Nordrhein-Westfalen erstreckt.

Es gab laut LKA Festnahmen. Dabei sei es auch um Waffenbesitz gegangen. Details über die Zahl der festgenommenen Menschen, die eingesetzten Polizisten und die Ermittlungen wollen die Ermittler am Dienstag bekanntgeben.

Ausgangspunkt für die großangelegte Aktion sei das Auswerten eines verschlüsselten Messenger-Dienstes gewesen, erklärte das LKA. Da dieses Krypto-Netzwerk auch außerhalb von Deutschland genutzt worden sei, erstreckten sich die Ermittlungen weltweit. Auf die Hersteller, Dealer und Hintermänner der Drogengeschäfte kamen die Ermittler durch entschlüsselte Krypto-Chats. Zuvor hatte die Bild-Zeitung von der Großrazzia berichtet.

Drogenhersteller in Frankfurt festgenommen

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Schlag gegen organisierte Kriminalität

Razzia in einer Lagerhalle in Kassel
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Durchsuchungen habe es sowohl in Europa unter der Koordination von Europol als auch außerhalb von Europa gegeben. Nach Europol-Angaben waren 16 Länder beteiligt. Die Operation sei die bisher anspruchsvollste Aktion gewesen, die Aktivitäten von weltweit tätigen Verbrechern zu unterbinden.

Im Frankfurter Stadtteil Bockenheim wurde laut Bild-Zeitung am Montagmorgen ein mutmaßlicher Drogenkoch festgenommen. Eine Einheit stürmte demnach das Wohnhaus, in dem er Rauschgift im großen Stil hergestellt haben soll. Ein weiterer Zugriff fand den Angaben zufolge in Wächtersbach statt. Zwei junge Männer aus dem Main-Kinzig-Kreis sollen großflächig mit Drogen gehandelt haben. Sie sollen von Spezialkräften festgenommen worden sein. Auch in Kassel wurden Privat- und Gewerbeobjekte von der Polizei durchsucht.