Polizisten kommen aus einer durchsuchten Wohnung im Rhein-Main-Gebiet.

Nach Schüssen im Frankfurter Allerheiligenviertel haben Polizisten Dutzende Wohnungen in mehreren Bundesländern durchsucht. Zwei Männer wurden festgenommen. Hintergrund ist offenbar ein Streit zweier verfeindeter Gruppen.

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Ein Großaufgebot der Polizei durchsuchte am Mittwochmorgen 30 Wohnungen und Geschäftsräume, vor allem im Rhein-Main-Gebiet. Die Razzien standen im Zusammenhang mit Schüssen im Allerheiligenviertel in Frankfurt, wie eine Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft dem hr bestätigte. Der Vorfall ereignete sich vor zwei Monaten.

Schwerpunkt der Razzia war Frankfurt, aber auch Objekte in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen wurden durchsucht. Rund 190 Beamte seien im Einsatz gewesen. Die Polizei konnte zwei Verdächtige festnehmen, unter anderem den 29 Jahre alten mutmaßlichen Schützen und einen 33 Jahre alten Mittäter. Sie sollten noch am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt werden.

Eine Person nach Schüssen verletzt

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Zwei Festnahmen nach Großrazzia

Ein Polizeiauto sperrt die Straße ab.
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Offenbar waren bei der Schießerei im Januar zwei verfeindete Gruppen aneinandergeraten. Die teilweise vermummten Täter fuhren mit acht Fahrzeugen zum Tatort, so die Staatsanwaltschaft. Zwei der Angreifer sollen Schlagstöcke oder Baseballschläger bei sich gehabt haben, zwei andere Handfeuerwaffen.

Die Männer sollen eine Gruppe von acht Personen in und vor einem Kiosk angegriffen haben. Mehrere Schüsse seien nach Polizeiangaben gefallen, verletzt wurde eine Person. Sie erlitt einen Wadendurchschuss. Zu den Hintergründen des Streits machte die Staatsanwaltschaft keine weiteren Angaben.

Nach der Schießerei hatte die Polizei damals bereits einen Verdächtigen festgenommen. Das Ermittlungsverfahren richtet sich laut Staatsanwaltschaft derzeit gegen insgesamt 18 junge Männer im Alter von 14 bis 39 Jahren.