Herbstregen

Das regnerische Wetter lädt derzeit kaum zu langen Spaziergängen ein. Doch der Herbstregen hat auch sein Gutes: Er hat die Grundwasserstände in vielen Regionen Hessens wieder steigen lassen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Grundwasserstände noch nicht nachhaltig erholt

Spaziergang im Regen
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Durch die trockenen und heißen Sommer der letzten beiden Jahre ist der Grundwasserstand in Hessen stark gesunken. Doch der ausgiebige Regen in den vergangenen Wochen hat die Pegel in vielen Regionen Hessens jetzt wieder steigen lassen. Das teilte das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) mit.

Von einer "nachhaltigen Erholung" könne aber noch nicht die Rede sein. Aktuell sei der Grundwasserstand noch bei 62 Prozent der über 80 Messstationen im Land auf einem niedrigen Niveau.

Positives Zwischenfazit

Von November bis April müsste es immer wieder lange regnen, damit sich eine nachhaltige Erholung einstelle. In diesen Monaten, dem sogenannten hydrologischen Winterhalbjahr, bilde sich meist neues Grundwasser. Das Landesamt zieht jedoch ein positives Zwischenfazit: "Dieses Jahr haben wir eine vergleichsweise frühe Grundwasserneubildung - das ist sehr gut“, sagte ein Sprecher.

Es dauere mehrere Wochen, bis Niederschlagswasser ins durch die trockenen Sommer der letzten Jahre stark gesunkene Grundwasser gelangt. Falls der Regen also wieder nachlasse, blieben die Stände niedrig.

Hoffnung auf weitere Entspannung

Doch danach sieht es aktuell nicht aus. "In den nächsten Tagen jagt ein Tief das andere", sagt hr-Wetterexperte Jörg Pfeiffer. Mindestens bis zum nächsten Wochenende bleibt uns der Regen somit erhalten. "Wir können uns also berechtigte Hoffnung machen, dass die Grundwasserstände weiter steigen",  so Pfeiffer.

Neben Regen bringen die kommenden Tiefdruckgebiete auch kühlere Temperaturen nach Hessen. "Es wird von Tag zu Tag kälter", prophezeit Pfeiffer. Bis zum Ende der Woche fallen die Höchstwerte demnach in den einstelligen Bereich. Die Spaziergänge fallen wohl auch weiterhin eher kurz aus.

Sendung: hr-iNFO, 3.11.2019, 12 Uhr