Hohe CO-Werte: Mehrere Wohnhäuser in Bad Soden-Salmünster wurden am Sonntag evakuiert.
Hohe CO-Werte: Mehrere Wohnhäuser in Bad Soden-Salmünster wurden am Sonntag evakuiert. Bild © Feuerwehr Bad Soden Salmünster

In mehreren Mehrfamilienhäusern in Bad Soden-Salmünster haben sich 20 Menschen eine Kohlenstoffmonoxid-Vergiftung zugezogen. Wo das Gas austritt, ist unklar.

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In einem Wohnhaus in Bad Soden-Salmünster (Main-Kinzig) sind am Sonntagnachmittag erhöhte Kohlenstoffmonoxid-Werte gemessen worden: 20 Menschen mussten ärztlich behandelt werden, weil sie eine erhöhte CO-Konzentration im Blut hatten, wie die Feuerwehr am Montag mitteilte.

Unter den Verletzten waren zwei Kleinkinder im Alter von einem und vier Jahren. Sie kamen mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus. Auch Einsatzkräfte und ein Heizungstechniker mussten behandelt werden. Insgesamt kamen sieben Patienten zur Kontrolle über Nacht ins Krankenhaus.

Feuerwehr sucht zweimal vergebens nach Ursache

Aufgefallen waren die erhöhten Werte, weil bei einem Notarzteinsatz im Haus das CO-Messgerät der Rettungskräfte angeschlagen hatte. Die herbeigerufene Feuerwehr untersuchte daraufhin das Haus, die Heizungen und Schornsteine, konnte aber die Ursache für den Kohlenmonoxid-Alarm nicht finden.

Später klagten weitere Bewohner über Schwindel und Übelkeit, sodass die Feuerwehr ein zweites Mal anrückte. Insgesamt waren drei Gebäude betroffen, die in einer Reihe stehen - 40 Bewohner mussten ihre Wohungen verlassen.

Keine auffälligen Werte am Montag

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Rettungskräfte am Einsatzort in Bad Soden-Salmünster

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Gas-Alarm in Bad Soden-Salmünster

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Einige der Bewohner kamen bei Freunden und Familienagehörigen unter, für die restlichen wurde eine Notunterkunft eingerichtet. Laut Feuerwehr waren am Sonntag 140 Einsatzkräfte vor Ort.

Am Montag gab es weitere Kontrollen: Die Heizungsanlage wurde noch zweimal geprüft, ohne dass es Auffälligkeiten gab, wie Stadtbrandinspektor Oliver Lüdde sagte. Auch Messungen der Luft in den Gebäuden zeigten demnach keine erhöhten CO-Werte.

Am Nachmittag durften die Bewohner wieder in ihre Wohnungen. Eine Erklärung für die gesundheitsgefährdende Gaskonzentration am Sonntag habe man jedoch noch nicht gefunden, sagte Lüdde.