Ein Thermometer neben einem Weihnachtsmann zeigt 14 Grad

Alle Jahre wieder: Der Traum von der weißen Weihnacht hat sich auch diesmal erledigt. Stattdessen werden an Heiligabend fast schon frühlingshafte Temperaturen erwartet. Doch es gibt auch positive Aspekte.

Das Jahr 2018 endet, wie es sich in den zurückliegenden Monaten größtenteils präsentiert hat: viel zu warm. Pünktlich zu Weihnachten sorgt milde Luft vom Atlantik für steigende Temperaturen. Gepaart mit Wolken und Regen eine echte Schmuddel-Bescherung.

Weihnachtstauwetter wird zum Regelfall

"Höhepunkt der 'Hitzewelle' ist wahrscheinlich an Heiligabend", sagt hr-Meteorologe Tim Staeger. Gut und gerne 13 Grad werden für kommenden Montag in Hessen erwartet. Auch nachts bleiben die Werte im Plusbereich. "Grüne Weihnachten sind garantiert", so Staeger.

Nach Schnee am dritten Advent kommt der jetzige Umschwung für den Wetterexperten mit Ansage. Ähnlich wie an den Hundstagen im Hochsommer oder dem Altweibersommer im September habe man es auch rund um die Festtage im Dezember mit einem häufig wiederkehrenden Wetterphänomen zu tun, erklärt Staeger: "Das Weihnachtstauwetter ist nicht ungewöhnlich."

Freie Straßen zum Fest

Den letzten flächendeckenden Weihnachtsschnee bis in die Niederungen gab es in Hessen im Jahr 2010, davor war es 1981 der Fall. "Und womöglich wird es in der Zukunft noch seltener", warnt Staeger vor den Folgen des Klimawandels.

Immerhin gibt es auch positive Aspekte der heißen Weihnacht. "Die Niederschläge sind sehr wichtig für die ausgetrocknete Natur. Auf dem Weg zu den Verwandten muss man zudem keine winterlichen Straßenverhältnisse befürchten", sagt der hr-Meteorologe.

Nach Heiligabend sinken die Temperaturen dann auch wieder. Am 2. Weihnachtsfeiertag sei auf den hessischen Bergen vielleicht eine weiße Überraschung drin, so Staeger: "Ein richtiger Winter ist aber erstmal nicht in Sicht." 

Sendung: hr-fernsehen, alle wetter!, 19.12.2018, 19:15 Uhr