Weil er mit Schwarzpulver aus 50 China-Böllern einen islamistischen Anschlag geplant haben soll, ist ein 20-Jähriger vom Frankfurter Oberlandesgericht verurteilt worden.

Die Richter setzten die Jugendstrafe von zwei Jahren am Montag zur Bewährung aus. Der 20-Jährige soll mit der terroristischen Vereinigung "Islamischer Staat" sympathisiert haben. Laut Urteil hatte der Mann 2017 aus den China-Böllern rund 75 Gramm Schwarzpulver gewonnen, mit dem er kurzzeitig einen Sprengstoffanschlag geplant habe.

Darüber hinaus habe er auf Facebook Anleitungen für Sprengsätze verschickt und Werbung für den IS betrieben, "die nicht nur Imponiergehabe war", sagte der Vorsitzende Richter. Das Gericht ging von der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat sowie Werbung und Anleitung für eine solche Tat aus.