Junger Mann springt vom Sprungturm im Schwimmbad ins Wasser

Schwimmen gehen, Eis essen, im Schatten dösen: Wer kann, sollte die kommenden Tage ruhig angehen lassen. Der hessische Frühsommer wird hochsommerlich heiß. Abkühlung ist auch nachts kaum in Sicht.

Wohl dem, der dieser Tage nicht arbeiten muss und ins Freibad oder an den Badesee fahren kann: Bei überwiegend strahlendem Sonnenschein und Temperaturen über 30 Grad zieht der Sommer in Hessen so richtig an. hr-Meteorologe Mark Eisenmann erwartet zwar keinen neuen Juni-Hitzerekord in dieser Woche, "sehr weit entfernt sind wir aber nicht".

Zur Erinnerung: Am 30. Juni 2019 zeigte das Thermometer in Frankfurt 39,3 Grad an. Diese Woche erwartet Eisenmann am Donnerstag und Freitag um die 36 Grad. "Stellenweise kann es auch knapp 38 Grad werden", sagt er. Generell müssten sich die Menschen an solche Temperaturen schon im Frühsommer gewöhnen: "Was früher die Ausnahme war, wird im Klimawandel zum Regelfall", weiß Eisenmann.

Hohe Ozonwerte am Feldberg

Auf dem Feldberg in Schmitten (Hochtaunus) wurde der erste Grenzwert am Donnerstag bereits überschritten: Wie das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) in Wiesbaden mitteilte, stieg der Ozonwert am Nachmittag über die Informationsschwelle - der einstündige Mittelwert lag um 14 Uhr bei 185 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Der Grenzwert der Informationsschwelle beträgt 180 Mikrogramm Ozon.

Empfindlichen Menschen sollten anstrengende körperliche Tätigkeiten im Freien aktuell vermeiden, meldete die Behörde. In den Abendstunden sei mit einem Rückgang der Ozonkonzentration zu rechnen, hieß es. Das Gas reizt die Schleimhäute und greift Atemwege, Augen und Lungengewebe an.

Tropennächte in den Städten

Ab Freitag sind dann in Hessen auch wieder Gewitter mit Unwetterpotenzial möglich. Es ist mit Sturmböen, Starkregen und Hagel zu rechnen. "Dann wird es wolkiger und schwüler. Die Hitze wird insgesamt unangenehmer", so Wetterexperte Eisenmann.

Mit Abkühlungen ist mancherorts auch nachts kaum mehr zu rechnen. Vor allem in den Städten entlang von Rhein und Main sei mit Tropennächten zu rechnen. Hier sinkt das Thermometer nicht unter die 20-Grad-Marke.

Mit Blick auf die Maskenpflicht an Schulen hält es Kultusminister Alexander Lorz (CDU) dabei für vertretbar, wenn Schülerinnen und Schüler an besonders heißen Tagen auf dem Schulhof keine Maske tragen müssen, wie er am Dienstag erklärte. Die Entscheidung treffe die Schulleiterin oder der Schulleiter vor Ort unter Berücksichtigung der bekannten "Hitzefrei"-Regelungen.

Mindestens bis Sonntag soll das heiße Wetter so weitergehen. "Anfang nächster Woche könnte es von Westen her etwas abkühlen", sagt Eisenmann. Sommerlich warm bleibe es aber weiterhin.

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