Humboldt-Pinguine im Frankfurter Zoo

Der Frankfurter Zoo hat neue Bewohner: 19 Humboldt-Pinguine sind im Frankfurter Zoo eingezogen. Sie werden in einer ganz neuen Außenanlage für sieben Millionen Euro wohnen.

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Alle Pinguin-Freunde müssen sich bei ihrem Besuch im Frankfurter Zoo umstellen. Statt der bislang dort lebenden Eselspinguine gibt es dort nun Humboldt-Pinguine zu bestaunen. Die ersten 19 wurden am Freitag der Öffentlichkeit präsentiert.

Um Platz für die neuen Pinguine zu schaffen, mussten die Eselspinguine ausziehen - diese waren im Frankfurter Zoo seit 1957 zu sehen. Die zehn Bewohner der mittlerweile in die Jahre gekommenen Anlage zogen am 11. Dezember alle zusammen in den Zoo von Wuppertal um, wie Stefan Stadler, Leiter der wissenschaftlichen Abteilung, berichtete.

Können Frankfurter Klima besser ab

Die neuen Humboldt-Pinguine kamen in dieser Woche aus Landau, Schwerin und Rheine. Im Januar sollen noch sechs weitere aus Frankreich dazukommen. "Im Gegensatz zu den kälteliebenden Eselspinguinen kommen Humboldt-Pinguine mit dem Frankfurter Klima sehr gut zurecht", erklärte die Sprecherin des Zoos.

Dadurch könnten die Tiere ganzjährig auf einer neuen Außenanlage gehalten werden. Die ist allerdings noch in Bau, soll aber im Frühjahr eröffnet werden. Kosten: Knapp sieben Millionen Euro.

Gefährdete Gattung

Das knapp 2.000 Quadratmeter große Gelände bietet Platz für bis zu 40 Pinguin-Paare. Zu der Anlage gehören ein Landteil, ein Becken mit unterschiedlichen Wassertiefen, eine Grotte und eine Halbinsel für die Besucher. Bis sie ins Freie watscheln dürfen, müssen die Humboldt-Pinguine mit dem sogenannten Exotarium vorlieb nehmen. Das stammt aus den späten 1950er Jahren und ist, wie der Zoo selbst zugibt, "in jeglicher Hinsicht veraltet".

Humboldt-Pinguine (Spheniscus humboldti) gehören zur Gattung der Brillenpinguine. Laut Roter Liste der Weltnaturschutzunion IUCN gelten sie als gefährdet. Ihr Markenzeichen ist eine Gesichtszeichnung, die wie eine Maske aussieht. Die schwarzen Punkte auf dem hellen Bauch sind bei jedem Tier anders. Sie sind rund 60 Zentimeter groß. Ihr natürlicher Lebensraum in freier Wildbahn ist der Humboldtstrom vor Chile und Peru. Die Tiere sind gesellig und gehen lebenslange monogame Partnerschaften ein.