Ein ICE der Deutschen Bahn

Ein ICE evakuiert, Gleise gesperrt: Eine Stunde lang hat eine Bombendrohung den Betrieb am Frankfurter Südbahnhof durcheinandergebracht. Die Drohung war auf einem ungewöhnlichen Weg übermittelt worden.

Eine Bombendrohung gegen einen ICE hat am Freitag für mächtig Aufregung in Frankfurt gesorgt. Gegen 14 Uhr sei die Drohung bei der Bundespolizei eingegangen, sagte ein Sprecher der Behörde. Seinen Angaben zufolge nutzte der Hinweisgeber dazu ein Online-Kontaktformular, das die Bundespolizei auf ihren Internetseiten bereithält.

Zwei Gleise am Südbahnhof gesperrt

Der betroffene ICE 74 von Zürich nach Kiel hatte zu diesem Zeitpunkt gerade den Frankfurter Hauptbahnhof verlassen. Die Bundespolizei stoppte den Zug am Südbahnhof und evakuierte ihn. Rund 500 Reisende mussten den ICE verlassen.

Zwei Gleise des Bahnhofs wurden gesperrt. Beamte durchsuchten mit Sprengstoffspürhunden den Zug. Gefunden wurde nichts, wie der Sprecher sagte. Alle Sperrungen seien gegen 15.10 Uhr wieder aufgehoben worden.

Ausfälle und Verspätungen

Die Reisenden konnten anschließend in den Zug zurückkehren und ihre Reise fortsetzen. Wegen der Sperrung kam es laut Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) zu Ausfällen und Verspätungen im Nahverkehr. Wer die Bombendrohung abgesetzt hat, soll nun ermittelt werden.

Sendung: hr-iNFO, 25.01.2019, 16.00 Uhr