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Audioseite Immer mehr Störche in Hessen

Ein Weißstorch im Nest

Die Zahl der Störche in Hessen nimmt weiter zu. Mancherorts sind es bereits so viele, dass es zu regelrechten Revierkämpfen kommt.

Der Sommer neigt sich dem Ende entgegen, viele Weißstörche machen sich allmählich auf den Weg Richtung Süden. Die ablaufende Brutsaison war eine sehr erfolgreiche: Naturschützer schätzen, dass in diesem Jahr etwa 950 Brutpaare in Hessen nisteten. Im Vorjahr waren es rund 830, im Jahr 2019 noch 720.

Noch würden die Zahlen ausgewertet, sagte Bernd Petri, Vogelexperte und stellvertretender Landesvorsitzender des Naturschutzbundes (Nabu) Hessen. Klar sei aber: Hessen gehöre mittlerweile zu den Bundesländern mit den meisten Störchen.

Die Schreitvögel klappern insbesondere in Südhessen und dort in Scharen im Kreis Groß-Gerau. Zu den hessischen Storchenregionen gehören auch die Wetterau, die Kinzigauen, das Amöneburger Becken bei Kirchhain oder Gebiete bei Rotenburg weiter nördlich.

Tödliche Kämpfe um Nester

Die wachsende Zahl von Störchen sorgt mitunter schon für Probleme. So seien in diesem Jahr in Brutgebieten teils heftige und sogar tödliche Kämpfe um Nester beobachtet worden, berichtete Petri. "Das ist ein typischer Hinweis darauf, dass der Raum enger wird für die Störche", sagt Petri.

Einige der Tiere nisten auch auf Strommasten - was zu technischen Störungen führen kann. Dieses Verhalten müsse man in den kommenden Jahren in den Blick nehmen und Lösungen finden, damit das nicht weiter zunehme.

Einige Störche überwintern hier

Derzeit sammeln sich die Weißstörche an verschiedenen Orten in Hessen, um in ihre Winterquartiere in Südwesteuropa zu fliegen. Allerdings werden einige Tiere die kalte Jahreszeit auch hierzulande verbringen.

Petri schätzte die Zahl der hessischen "Winterstörche" auf gut 500. Der Nabu-Experte blickt bereits optimistisch auf die kommende Saison: "Wir werden im nächsten Jahr ganz sicher das tausendste Brutpaar begrüßen dürfen."

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