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Alarm im Industriepark Höchst aufgehoben

Industriepark Höchst

Nach einem Schwefel-Alarm im Industriepark Höchst in Frankfurt mussten tausende Menschen stundenlang Fenster und Türen geschlossen halten. Die Feuerwehr hat das Leck mittlerweile geschlossen.

Der Stoffaustritt konnte durch die Werkfeuerwehr im Industriepark Höchst gestoppt werden, wie die Frankfurter Feuerwehr am Mittwochnachmittag twitterte. Die Handlungsempfehlungen für die Anwohner gelten demnach als aufgehoben: Tausende Menschen im Stadtteil Schwanheim sowie in Kelsterbach dürfen ihre Fenster und Türen wieder öffnen.

Der Gefahrstoff war gegen 13.30 Uhr in einem Betrieb für Schwefel- und Zinkchemie im Industriepark ausgetreten.

+++ ENTWARNUNG +++ Der Stoffaustritt konnte durch die Werkfeuerwehr gestoppt werden. Die in den Warnungen ausgesprochenen Handlungsanweisungen gelten als aufgehoben. In Kürze läuft das Sirenensignal „Entwarnung“. ^fg

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Messwerte unter Nachweisgrenze

Die Werkfeuerwehr war dreieinhalb Stunden damit beschäftigt, die Austrittsstelle abzudichten. Einsatzkräfte der Frankfurter Feuerwehr führten derweil Messungen vor Ort und in den angrenzenden Stadtteilen durch. Die Messwerte hätten überall unterhalb der Nachweisgrenze gelegen, teilte die Firma Grillo am Nachmittag mit. Die Werksfeuerwehr im Industriepark schlug die ausgetretenen Stoffe mit einem Wasserschleier nieder.

Die Bevölkerung wurde gebeten, das Gebiet zu meiden, Autofahrer sollten den Bereich weiträumig umfahren. Auch wurde der Schiffsverkehr auf dem Main zwischenzeitlich eingestellt.

Gefahrenstoff Oleum

Nach Angaben der Firma handelte es sich um Oleum - eine Lösung von Schwefeltrioxid in Schwefelsäure. Oleum bildet bei Kontakt mit der Luftfeuchtigkeit starken Nebel. Es verursacht bei direktem Kontakt schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden und kann die Atemwege reizen. Der Stoff wird im Industriepark unter anderem zur Herstellung von Lebensmittelzusatzstoffen benötigt.

Nach dem Austritt des Gefahrenstoffes waren auch Sirenen zur Warnung der Bevölkerung ausgelöst worden. Das Zivil- und Katastrophenschutzsystem Katwarn informierte ebenfalls über die Entwicklungen.

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