Überflutete Straßen, voll gelaufene Keller, Schlammlawinen: Bei Starkregen richten Wassermassen in Städten und Gemeinden teils große Schäden an.

Mit einer neuen digitalen Karte sollen hessische Kommunen künftig das Risiko für ihr Gebiet besser einschätzen können. "Die Klimakrise bringt immer häufiger extreme Wetterereignisse mit sich, an die wir uns auch in Hessen anpassen müssen", erklärte Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) am Freitag in Wiesbaden.

Die Starkregen-Hinweiskarte des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) weise besonders gefährdete Gebiete aus und sei in dieser Form in Deutschland ein Novum. Sie berücksichtige auch kritische Infrastrukturen, die Besiedlungsdichte und Erosionsgefahren.

Zusätzlich stelle das HLNUG den Kommunen eine Fließpfadkarte zur Verfügung, mit deren Hilfe sich besser einschätzen lässt, welche Wege das Wasser nach einem Starkregen nimmt, erläuterte HLNUG-Präsident Thomas Schmid. Außerdem könnten über eine Gefahrenkarte besonders neuralgische Punkte identifiziert werden, an denen die Städte und Gemeinden baulich nachbessern könnten, um Schäden möglichst zu vermeiden.

Beispielsweise könnte der Durchlass für einen Bach verbreitert werden, wenn er nach einem Starkregen regelmäßig verstopft und für Überflutungen sorgt, sagte Schmid.